Noch keine Trendwende in der Elektroindustrie
(Frankfurt am Main) - Die deutsche Elektroindustrie sieht noch keine Erholung. Der Umsatz sank im August gegenüber Vorjahr um 26 Prozent, der Auftragseingang um 29 Prozent. "Zwar setzt sich die zögerliche Bodenbildung fort, eine echte Trendwende lässt aber weiter auf sich warten", sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.
In den ersten acht Monaten dieses Jahres ist der Umsatz um 27 Prozent gegenüber Vorjahr gefallen. Die Bestellungen sind im gleichen Zeitraum um 34 Prozent gegenüber Vorjahr gesunken. Die Herstellung von elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen liegt 25 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit ist die monatsdurchschnittliche Produktion inzwischen unter das Niveau des Jahres 2005 gefallen. Im August bleibt die (preisbereinigte) Produktion der Elektro-Unternehmen um 22 Prozent unter Vorjahr. Der Produktionsrückgang hat sich somit weiter leicht verlangsamt.
Die Kapazitätsauslastung liegt mit 72 Prozent elf Punkte unterhalb des langjährigen Durchschnitts von 83 Prozent. Dem entspricht die Zahl der Kurzarbeiter mit 156.400 Personen zum Ende des ersten Halbjahres. Immerhin haben im September die Unternehmen der Elektroindustrie ihre aktuelle Lage erneut besser beurteilt als im Vormonat. Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich zum neunten Mal in Folge erholt, wenn auch auf niedrigem Niveau.
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Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
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