Pressemitteilung | Katholischer Deutscher Frauenbund - Landesverband Bayern e. V.

Ökumenisch Pilgern heißt: Weit über den eigenen Tellerrand blicken / Pilgerinnen-Nachmittag des Frauenbundes zeigt: Kirche braucht Bewegung

(Regensburg/München) - "Eine traditionelle Stadtführung hätte mich mit Zahlen, Daten und Fakten gefüttert, aber heute gehe ich mit weitem Blick fürs Andere, innerlich wie äußerlich bewegt nach Hause." Irene Zeller aus Amberg war eine von mehr als 100 Frauen und Männern, die sich am Samstag beim Ökumenischen Pilgerinnen-Nachmittag des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB) auf den Weg durch Regensburg gemacht hatten. Bewegt vom Besuch verschiedener Kirchräume feierten die Pilgerinnen und Pilger einen ökumenischen Gottesdienst unter dem Motto des Tages "Frauen bewegen! Ökumene". So wurde der Nachmittag ein lebendiger Ausdruck dessen, dass Kirche sich bewegen muss, um lebendig zu bleiben.

Sich pilgernd auf den Weg machen ist eine erprobte Art, ins Neue aufzubrechen. Über 100 Frauen und Männer waren am Samstag in der Regensburger Innenstadt ökumenisch unterwegs. Die Route selbst war ungewöhnlich. Denn es wurden Kirchenräume der rumänisch-orthodoxen Kirche, der evangelisch-lutherischen Kirche und darüber hinaus auch die römisch-katholische Kassianskirche und der Dom besucht. Im Kolpinghaus ermöglichten die Mennoniten einen Einblick in ihren Glauben. Der KDFB-Landesverband Bayern hatte zusammen mit dem KDFB-Diözesanverband Regensburg eingeladen zu dem Pilgerinnen-Nachmittag "Frauen bewegen! Ökumene".
Besonders der ökumenische Gottesdienst in der Kassianskirche zeigte, wie wichtig es ist, gemeinsam Gottesdienst zu feiern und sich auszutauschen: Das Evangelium von Jesus und der Syrophönizierin der Text gehört nicht zu den klassischen Sonntagsevangelien wurde von fünf Frauen in Statements aus ihrem jeweiligen Kontext heraus beleuchtet und anschließend von allen in Murmelgruppen besprochen.

Elfriede Schießleder stellt in den Vordergrund ihrer Erläuterung, wie Jesus durch die Hartnäckigkeit der Frau in Bewegung kommen muss: "Er verändert seine Sichtweise, denkt neu." Lydia Brechels appelliert an den Mut zur Beharrlichkeit, beispielsweise im Ehrenamt, den als richtig erkannten Weg weiterzugehen. Die Mennonitin Elke Horsch lenkt den Blick darauf, dass diese Frau die einzige Person in den Evangelien ist, auf deren Argument Jesus sich letztendlich einlässt. Jesus hört letztendlich auf sie - so würden Hierarchien in Frage gestellt, denn Jesus verlasse seine Rolle und höre der anderen wirklich zu. Sr. Susanne Schneider von missio hebt hervor, dass Jesus in für ihn unbekanntes Terrain gegangen sei. Damit weitet sie den Blick in Richtung Interreligiosität und Weltkirche. Grenzen überwinden um des Inhalts willen, auf diesen Aspekt konzentriert sich Pfarrerin Gabriele Kainz in ihrem Statement. Die Form dürfe nicht daran hindern, Grenzen zu überschreiten, auch wenn man am Rahmen festhalten sollte.

In der Regensburger Innenstadt war viel los am Samstag - genau deshalb fielen die Pilgerinnen und Pilger mit ihren weißen Schals und grünen Schärpen besonders auf. Frauen bewegen!

Quelle und Kontaktadresse:
Katholischer Deutscher Frauenbund - Landesverband Bayern e. V. Ulrike Müller-Münch, Referentin Öffentlichkeitsarbeit Schraudolphstr. 1, 80799 München Telefon: (089) 286236, Fax: (089) 283951

(rs)

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