Pressemitteilung | Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.
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Ohne geistiges Eigentum keine Informationsgesellschaft / Verband deutscher Schriftsteller, P.E.N.-Zentrum Deutschland und Börsenverein des Deutschen Buchhandels fordern Zukunftskonzept zum Schutz geistigen Eigentums / "Frankfurter Mahnung"

(Frankfurt am Main) - "Ohne geistiges Eigentum keine Informationsgesellschaft" - der VS - Verband deutscher Schriftsteller, das P.E.N.-Zentrum Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels forderten heute (14. Mai 2007) bei einer Pressekonferenz in Frankfurt von der Bundesregierung ein durchdachtes Konzept für eine sinnvolle Stärkung des Schutzes schöpferischer Leistungen im 21. Jahrhundert. In der gemeinsamen "Frankfurter Mahnung" verlangen die Vertreter der Autoren, Verleger und Buchhändler ein politisches Zeichen: Die öffentliche Hand müsse mehr Geld in die Wissensbereitstellung und -aufbereitung investieren, nur so könne das berechtigte öffentliche Bedürfnis befriedigt werden, an der Kultur- und Wissensgesellschaft teilzuhaben.

"Der Erfolg führender Kultur- und Bildungsnationen zeigt sich da, wo sich schöpferische Phantasie mit dem Respekt vor ihr trifft - beim geistigen Eigentum", so Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. "Kreativität zählt zu den wertvollsten Rohstoffen unseres Landes, ein Garant für Erhalt und Mehrung kulturellen Reichtums, absolut schützenswert", sagt Imre Török, Vorsitzender des VS - Verband deutscher Schriftsteller. "Ein demokratischer Staat, der auf die Intellektuellen und kreativen Köpfe angewiesen ist, darf die wirtschaftlichen Interessen einer Wachstumsbranche nicht über das Urheberrecht stellen", so Sigfrid Gauch, Vize-Präsident des P.E.N.-Zentrums Deutschland.

Derzeit behandelt der Deutsche Bundestag zwei größere Novellen des Urheberrechtsgesetzes, das "Zweite Gesetz zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft" (sogenannter "Zweiter Korb") und die Umsetzung der Enforcement-Richtlinie der Europäischen Union in deutsches Recht. Über die strittigen Punkte in diesen Gesetzesvorhaben hinaus - wie beispielsweise die Neuregelung bei unbekannten Nutzungsrechten, die Privatkopie und der Auskunftsanspruch gegenüber Internetserviceprovidern - mahnen VS, P.E.N. und Börsenverein ein langfristiges Konzept für einen verbesserten Schutz geistig-kultureller Leistungen an.

Quelle und Kontaktadresse:
Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. Claudia Paul, Referentin, Presse und Information Großer Hirschgraben 17-21, 60311 Frankfurt am Main Telefon: (069) 1306-0, Telefax: (069) 1306-201

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