Pressemitteilung | Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA)
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Ohne Wasser keine Qualitätskartoffeln – Frauen gestalten Lösungen

(Berlin) - Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum „International Year of the Wo-man Farmer“ erklärt und rücken damit die zentrale Rolle von Frauen in der Ag-rarbranche verstärkt in den Fokus. Frauen übernehmen in allen landwirtschaftli-chen Bereichen wichtige Funktionen – so auch in der Kartoffelwirtschaft, wo sie maßgeblich dazu beitragen, Betriebe zu führen, Innovationen voranzutreiben und den nachhaltigen Umgang mit zentralen Ressourcen wie Wasser aktiv mitzugestalten.

Wie nachhaltige Lösungen in der Praxis aussehen, zeigt beispielhaft der Betrieb Agrikultur Pralle in Niedersachsen. Die Schwestern Anna und Julia Pralle führen den Familienbetrieb und bewirtschaften rund 65 Hektar Kartoffeln. Für sie ist klar: „Ohne Wasser können wir keine Marktware produzieren.“

Insbesondere auf leichten Böden ist eine gezielte Wasserversorgung durch Be-regnung unverzichtbar – nicht nur zur Sicherung der Erträge, sondern auch für die Qualität der Kartoffeln. Wassermangel führt etwa zu Schorf oder Verwachsungen und vermindert deren Marktwert erheblich.

Gleichzeitig achten die Betriebsleiterinnen konsequent auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource. Die Beregnung erfolgt bevorzugt nachts mit dem Ziel, Verdunstungsverluste zu reduzieren. Die Einsatzflächen werden zudem präzise geplant, um unnötigen Wasserverbrauch zu vermeiden.

Neben praktischen Maßnahmen auf dem Feld gewinnt auch der Einsatz moder-ner Technologien an Bedeutung. Digitale Werkzeuge wie Sensoren oder satelli-tengestützte Systeme ermöglichen eine präzisere Steuerung der Bewässerung und tragen dazu bei, Wasser effizienter einzusetzen.

Darüber hinaus setzen viele Betriebe – wie auch der der Familie Pralle – auf Zwischenfrüchte und Humusaufbau, um die Wasserspeicherfähigkeit der Böden zu verbessern und so langfristig Ressourcen zu schonen.

Obwohl die Kartoffel hohe Ansprüche stellt, gilt sie im Umgang mit Wasser als effizient, da zusätzliche Beregnung sowohl Erträge steigert als auch die Qualität verbessert. Gleichzeitig bleibt eine ausreichende Wasserversorgung eine zentra-le Herausforderung für die Branche. „Die Verfügbarkeit wird entscheidend dafür sein, wie zukunftsfähig die Kartoffelproduktion in Deutschland bleibt“, betont die Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e. V. (UNIKA). Forschung, technische Weiterentwicklungen und eine verantwortungsbewusste Bewirtschaftung müssen dabei eng ineinandergreifen.

Das Beispiel des Betriebs Agrikultur Pralle verdeutlicht, wie vielfältig die Anfor-derungen an moderne landwirtschaftliche Betriebe sind und welchen Beitrag Frauen dabei leisten. Sie verbinden betriebliche Verantwortung mit fachlicher Expertise und tragen dazu bei, zentrale Herausforderungen wie den effizienten Ressourceneinsatz und die Anpassung an den Klimawandel zu bewältigen.

Quelle und Kontaktadresse:
Union der Deutschen Kartoffelwirtschaft e.V. (UNIKA), Anika Krause, Referent(in) Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit, Schumannstr. 5, 10117 Berlin, Telefon: 030 1663520 42

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