Palliativzentrum Göttingen feierlich eröffnet / Deutsche Krebshilfe investiert 3,48 Millionen Euro
(Göttingen) - Das Zentrum für Palliativmedizin an der Universitätsklinik Göttingen schließt eine Versorgungslücke in Deutschland, betonte der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, anlässlich der feierlichen Eröffnung heute, am 18. Januar 2007. Wir sind der Deutschen Krebshilfe sehr dankbar für die großzügige Förderung, erklärte Professor Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes Universitätsmedizin Göttingen. Zusammen mit der ebenfalls geförderten Stiftungsprofessur sind Forschung, Lehre und Patientenversorgung in der Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen jetzt gut etabliert. Das Engagement der Deutschen Krebshilfe ist in Zeiten sinkender öffentlicher Mittel unverzichtbar.
Göttingen (ek) Das Zentrum für Palliativmedizin an der Universitätsklinik Göttingen schließt eine Versorgungslücke in Deutschland, betonte der Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, Gerd Nettekoven, anlässlich der feierlichen Eröffnung heute, am 18. Januar 2007. Wir sind der Deutschen Krebshilfe sehr dankbar für die großzügige Förderung, erklärte Professor Dr. Cornelius Frömmel, Sprecher des Vorstandes Universitätsmedizin Göttingen. Zusammen mit der ebenfalls geförderten Stiftungsprofessur sind Forschung, Lehre und Patientenversorgung in der Palliativmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen jetzt gut etabliert. Das Engagement der Deutschen Krebshilfe ist in Zeiten sinkender öffentlicher Mittel unverzichtbar.
Die Palliativmedizin hüllt sich wie ein schützender Mantel (lat. pallium) um schwerstkranke und sterbende Menschen. Ihr Anliegen ist es, nicht dem Leben Tage zu geben, sondern den Tagen Leben. Nach wie vor gibt es in Deutschland einen Mangel an Palliativzentren und entsprechend ausgebildeten Ärzten und Pflegern. Dieses Notstandes nimmt sich die Deutsche Krebshilfe an: Seit sie 1983 in Köln die erste Palliativstation eröffnete, hat sie dazu beigetragen, das palliativmedizinische Netz in Deutschland enger zu knüpfen. Nun hat auch die Universität Göttingen ein Zentrum für Palliativmedizin sowie eine auf fünf Jahre befristete Stiftungsprofessur für Palliativmedizin, die Professor Dr. Friedemann Nauck inne hat, erhalten.
Das neue Zentrum ist als Wohnstation angelegt und verfügt über zehn Betten sowie eine Tagesklinik. Bei allen baulichen Ideen stand die Funktion im Interesse der Patienten im Mittelpunkt, so Nauck. Auf der Station arbeiten vier Ärzte, zehn Krankenschwestern, ein Psychologe und eine Sozialarbeiterin. Jedes Patientenzimmer hat einen Zugang nach außen, damit die Patienten auf der Terrasse verweilen können. Die Station verfügt über einen Rückzugsraum für Familien und Angehörige, einen Raum der Stille, der als Klangraum angelegt ist, sowie ein modernes, funktionales Erlebnisbad. Die Außengestaltung und Inneneinrichtung unterscheidet sich deutlich von den übrigen Stationsbereichen am Universitätsklinikum: Psychologisch ausgewählte Farben, eine wohnliche Atmosphäre und eine angenehme Raum-Akustik machen das Palliativzentrum zu einem geschützten Raum für die schwerstkranken und sterbenden Menschen.
Maßgeblich beteiligt an der Finanzierung sind auch das Land Niedersachsen und der Förderverein für Palliativpatienten an der Universitätsklinik Göttingen. Es ist eine großartige Leistung, dass so viele Menschen Zeit, Geld und Energie geopfert haben, damit wir dieses Zentrum nur 15 Monate nach dem ersten Spatenstich in Betrieb nehmen können, sagte die niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann.
Eine gute und flächendeckende Palliativmedizin lässt den Ruf nach aktiver Sterbehilfe verhallen. Menschen, die unheilbar krank sind und sich dennoch aufgehoben fühlen, deren Schmerzen wirksam bekämpft und deren Sorgen ernst genommen werden, erleben auch die letzten Tage und Wochen ihres Lebens als lebenswert, betonte Nettekoven bei der Eröffnung. Die ersten Patienten werden Ende Januar in dem Zentrum für Palliativmedizin aufgenommen.
Die Deutsche Krebshilfe finanziert sich ausschließlich aus Spendengeldern der Bevölkerung und kämpft als Bürgerinitiative bereits seit über 32 Jahren gegen den Krebs. Ihr Spendenkonto: 909093 bei der Sparkasse KölnBonn.
Projekt-Nummer: 70-2946
Quelle und Kontaktadresse:
Deutsche Krebshilfe e.V.
Dr. Eva M. Kalbheim, Pressesprecherin
Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn
Telefon: (0228) 729900, Telefax: (0228) 7299011
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