Paritätischer und Union Versicherungsdienst wollen mit innovativen Versicherungsangeboten für Menschen mit Behinderung Lücken schließen
(Berlin) - Auch behinderte Menschen sollen künftig Zugang zu ausreichendem Versicherungsschutz erhalten. Der Paritätische hat daher gemeinsam mit der Union Versicherungsdienst GmbH eine Versicherungsstelle für chronisch kranke und behinderte Menschen eingerichtet und will speziell auf deren Bedürfnisse zugeschnittene Versicherungsangebote entwickeln. Derzeit haben beispielsweise Menschen mit einer geistigen Behinderung große Schwierigkeiten, eine Unfall- oder Haftpflichtversicherung zu erhalten. Chronisch kranke und behinderte Menschen sind zudem häufig von privaten Kranken-Zusatzversicherungen ausgeschlossen.
Bei einer Fachtagung in Berlin wurden am Donnerstag (27. September 2007) und Freitag (28. September 2007) unterschiedliche Anforderungen behinderter Menschen an einen ihren Erfordernissen entsprechenden Versicherungsschutz analysiert.
Gemeinsamen mit Vertreterinnen und Vertretern mehrerer Verbände behinderter und chronisch kranker Menschen wurde ermittelt, wo Versicherungslücken bestehen und wie diese mit innovativen Konzepten geschlossen werden können. Rückenwind erhält das Vorhaben durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, das die Benachteiligung behinderter Menschen verbietet.
"Unser Ziel ist, dass behinderten Menschen ausreichender Versicherungsschutz zur Verfügung steht. Daher wollen wir die schwierige Materie der unterschiedlichen Versicherungsbedarfe und Versicherungsrisiken systematisch aufarbeiten", sagte Joachim Hagelskamp, Bereichsleiter Mitgliederförderung beim Paritätischen.
Der Wohlfahrtsverband, dem zahlreiche Initiativen und Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen angehören, ist auch Gesellschafter des Union Versicherungsdienstes, der zur Ecclesia Gruppe gehört. Union betreut im Auftrag bundesweit mehrere Tausend Einrichtungen des Paritätischen und wird von diesem mit getragen.
Ecclesia-Hauptgeschäftsführer Manfred Klocke betonte: "Mit der Einrichtung einer Versicherungsstelle für chronisch kranke und behinderte Menschen wird ein wichtiger Grundstein für einen besseren Versicherungsschutz behinderter Menschen gelegt."
Interessierte erhalten dort Auskünfte zu rechtlichen und fachlichen Versicherungsfragen. Die Versicherungsstelle sammelt zudem Anregungen zur Gestaltung neuer Versicherungsprodukte für körper- und sinnesbehinderte, geistig behinderte und psychisch kranke sowie für chronisch kranke Menschen.
Quelle und Kontaktadresse:
Der Paritätische Wohlfahrtsverband - Gesamtverband e.V.
Pressestelle
Oranienburger Str. 13-14, 10178 Berlin
Telefon: (030) 24636-0, Telefax: (030) 24636-110
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