Parkett-Trends 2026: Was steckt hinter dem „Ikea-Effekt“?
(Berlin) - Parkett ist auch 2026 einer der beliebtesten Bodenbeläge in deutschen Wohnräumen. Doch Geschmack, Anforderungen und Prioritäten verändern sich. Der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) verrät, welche Trends 2026 zählen und was hinter dem sogenannten „Ikea-Effekt“ steckt.
Trend 1: Landhausdielen bleiben Dauerbrenner
Parkett ist ein langlebiges Produkt – einmal verbaut, können die Dielen viele Generationen überdauern. Ebenso langlebig wie der natürliche Bodenbelag sind auch manche Trends im Parkettbereich. So wird die Landhausdiele auch 2026 ihren Siegeszug fortsetzen. Schon im letzten Jahr war fast die Hälfte des verkauften Parketts eine Landhausdiele. Wenig verwunderlich, denn die großen Dielen bestechen durch ihre warme Atmosphäre, sind besonders pflegeleicht und lassen sich vergleichsweise einfach verlegen.
Trend 2: Die inneren Werte
Optik ist das eine, aber zunehmend entscheidet das Material, das im Bodenbelag steckt. Denn Parkett punktet beim Klimaschutz: Holz speichert Kohlenstoff über Jahrzehnte im Boden und entlastet das Klima. Wer sich für Parkett aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern entscheidet, setzt bewusst auf einen Bodenbelag, der aktiv zum Klimaschutz beiträgt. Besonders mit Blick auf das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG) entwickelt sich das Argument Nachhaltigkeit zum Muss. Parkett spielt hier seine Stärken aus und hebt sich klar von vielen anderen Bodenbelägen ab.
Trend 3: Der IKEA-Effekt
Astlöcher, starke Maserungen im Holz und lebhafte Oberflächen waren jahrelang sehr beliebt. „Rustikal“ sollte es sein, entweder weil man das Haus im Landhausstil eingerichtet hat oder für einen „Industrial Style“ unbehandelte Oberflächen präsentieren wollte. Dieser Trend ist abgeflaut, dafür beobachten die Hersteller eine starke Nachfrage nach ruhigeren Sortierungen, die zum zurückhaltenden, skandinavischen Möbelstil von IKEA passen. Mit diesem „IKEA-Effekt“ ist auch das Fischgrät-Muster wieder gefragt. Kleinere Dielen sind eher ohne Astlöcher erhältlich, und diese lassen sich gut im Fischgrät-Muster verlegen. Wird das auf Dauer die Landhausdiele vom Thron stoßen? „In jedem Fall ist das gut fürs Handwerk“, sagt vdp-Vorsitzender Michael Schmid. „Denn das Fischgrät-Muster lassen viele Endkunden lieber vom Profi verlegen.“
Mehr Mut zur Vielfalt!
Zum Schluss nachgefragt bei Parkett-Experte Michael Schmid, welcher Trend besonders wünschenswert wäre: „Mehr Vielfalt bei den Holzarten. Eiche dominiert nach wie vor, doch in unseren Wäldern wachsen auch andere Bäume. Buche, Esche, Ahorn oder Roteiche bieten spannende Alternativen mit eigener Charakteristik. Wenn diese Holzarten stärker in den Fokus rücken würden, bei Endkunden oder zumindest bei Architekten, würde Parkett weiter an Vielfalt und Individualität gewinnen.“
Quelle und Kontaktadresse:
Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie e.V. (HDH) - Hauptgeschäftsstelle, Leonhard Mertens, Pressereferent(in), Chausseestr. 99, 10115 Berlin
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