Partikelfilter für Transporter, Lkw und Busse / Bundesrat macht Weg für Filternachrüstung frei / VCD kritisiert späte Regelung
(Berlin) - In seiner heutigen (30. November 2007) Sitzung hat der Bundesrat einer Änderung der so genannten Kennzeichnungsverordnung zugestimmt, die die Vergabe von Schadstoffplaketten und das Befahren von Umweltzonen für Kraftfahrzeuge regelt. Die Änderung beinhaltet unter anderem Bestimmungen für die Nachrüstung von Nutzfahrzeugen mit Partikelfiltern. Damit können Transporter, Lkw und Busse nun endlich vorschriftsmäßig mit Filtern gegen krankmachenden Dieselruß ausgestattet werden und so eine Schadstoffplakette erhalten, die für das Befahren von Umweltzonen notwendig ist.
Der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) kritisiert die viel zu späte Verabschiedung der Regelung, da bereits in vier Wochen die ersten Umweltzonen in Deutschland in Kraft treten. Gewerbetreibende, die von den Umweltzonen besonders betroffen sind, erhalten erst jetzt die Möglichkeit, ihr Fahrzeug ordnungsgemäß nachzurüsten. Bis zum 1. Januar 2008 ist das aber nur noch schwer machbar", erläutert Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand. Für Pkw seien die Bestimmungen über die Nachrüstung von Partikelfiltern bereits im April in Kraft getreten.
Mit der aktuellen Änderung erhalten auch Pkw mit einem US-Kat eine grüne Plakette. Bisher sollte es für diese technische Ausstattung keine Plakette geben. Ältere Dieselfahrzeuge nach dem Euro 1-Standard können nach den neuen Bestimmungen durch Nachrüstung eines Partikelfilter ebenfalls in den Genuss einer Schadstoffplakette kommen. Michael Müller-Görnert, VCD-Verkehrsreferent: Endlich haben Pkw- und Lkw-Halter Klarheit darüber, ob sie mit ihrem Fahrzeug in Umweltzonen fahren dürfen oder nicht, und ob sie durch die Nachrüstung eine bessere Einstufung bei der Schadstoffplakette erhalten."
Allerdings gelte es zunächst, das Vertrauen in die Nachrüstung wieder herzustellen. Nach dem Einbau von rund 50.000 mangelhaften Filtersystemen und der Verschleppung dieses Missstandes durch die Bundesregierung herrsche vielfach Verunsicherung. Die Politik hat sich in punkto Umweltzonen und Nachrüstung nicht gerade mit Ruhm bekleckert", fasst Müller-Görnert zusammen. Dennoch ermuntert er Fahrzeughalter, das Thema Nachrüstung zügig anzugehen: Alle betroffenen Fahrzeughalter sollten jetzt schnell prüfen, ob für ihr Fahrzeug ein funktionierendes Nachrüstsystem erhältlich ist, und es gegebenenfalls einbauen lassen. Damit entlasten sie die Umwelt und stellen ihre Mobilität in den Umweltzonen sicher."
Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband
Almut Gaude, Pressesprecherin
Kochstr. 27, 10969 Berlin
Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110
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