Pressemitteilung | Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV)

Patientenberatung l√∂st Probleme individuell und zielf√ľhrend / 2. Jahresbericht der Zahn√§rztlichen Patientenberatung

(Berlin) - In neun von zehn F√§llen (87 Prozent) k√∂nnen die Beratungsstellen der Zahn√§rzteschaft Patienten individuelle Hilfe bieten. Entweder durch eine unmittelbare Probleml√∂sung in der Beratungsstelle (75 Prozent) oder durch eine Vermittlung an die zust√§ndige (Landes-)Zahn√§rztekammer bzw. Kassenzahn√§rztliche Vereinigung (KZV) (12 Prozent). Das geht aus dem heute ver√∂ffentlichten 2. Jahresbericht der Zahn√§rztlichen Patientenberatung hervor, der das Beratungsangebot wissenschaftlich evaluiert. Herausgeber des Berichts sind Bundeszahn√§rztekammer (BZ√ĄK) und Kassenzahn√§rztliche Bundesvereinigung (KZBV).

Prof. Dr. Dietmar Oesterreich, Vizepr√§sident der BZ√ĄK: "Die Beratungsstellen von Kammern und KZVen sind eine wichtige Erg√§nzung der Aufkl√§rung und Information von Patienten, die Zahn√§rzte t√§glich in ihren Praxen leisten. Der diesj√§hrige Themenschwerpunkt des Berichts zu zahnmedizinischen Verfahren und Ma√ünahmen zeigt, dass man auf den unterschiedlichen Wissens- und Informationsstand der Patienten speziell reagieren muss. Die Zahn√§rztliche Patientenberatung kann auf Schwierigkeiten im Umgang mit Informationen durch individuell zugeschnittene Vermittlung in besonderer Weise eingehen. Unser Ziel ist es, das Beratungssystem so patientenfreundlich wie m√∂glich weiterzuentwickeln."

Dr. Wolfgang E√üer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: "Beratung bedeutet f√ľr uns Zahn√§rzte weit mehr als reine Informationsvermittlung. Wir wollen unseren Patienten eine aktive, l√∂sungsorientierte Unterst√ľtzung bieten, um Anliegen abschlie√üend zu l√∂sen und die Patientensouver√§nit√§t zu st√§rken. Dabei ist die zahn√§rztliche Patientenberatung nicht blo√ü ein niedrigschwelliges Angebot f√ľr Ratsuchende, sondern gleichzeitig wichtiger Indikator f√ľr die Wahrnehmung der Versorgung aus Sicht der Patienten. Somit hilft uns die Evaluation der Patientenberatung dabei, nicht nur unser Serviceangebot, sondern auch die zahn√§rztliche Versorgung im Sinne eines gleichberechtigten Zugangs und der Teilhabe am medizinischen Fortschritt f√ľr alle Menschen in Deutschland zukunftsorientiert auszugestalten."

Der Jahresbericht 2017 zeigt:

- Im Jahr 2017 gab es rund 35.000 Beratungskontakte.

- Etwa die Hälfte aller Beratungsgespräche (53 Prozent) betreffen Kosten- und Rechtsfragen. In jedem vierten Fall (26 Prozent) geht es um Verbraucher- und Servicethemen (z.B. Bonusheft), bei 15 Prozent um Informationen zu konkreten zahnmedizinischen Verfahren und Therapien.

- Beim Themenschwerpunkt zahnmedizinische Verfahren und Maßnahmen ist Zahnersatz das wichtigste Beratungsthema, gefolgt von chirurgischen Verfahren und Implantaten. Die allermeisten Beratungsgespräche zu konkreten Maßnahmen verlaufen zur Zufriedenheit des Patienten und liegen bei einer unmittelbaren Problemlösungsquote von 86 Prozent.

Die Ergebnisse der Zahn√§rztlichen Patientenberatung werden seit dem Jahr 2016 nach einheitlichen Kriterien erfasst und wissenschaftlich ausgewertet. Dadurch kann das Serviceangebot kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Patienten werden mit ihrem Bedarf an Beratung und Information optimal unterst√ľtzt.

Hintergrund: Die Zahnärztliche Patientenberatung

Die bundesweit etablierten Beratungsstellen von KZVen und Kammern geben bereits seit vielen Jahren pers√∂nlich, postalisch, telefonisch und per E-Mail Auskunft zu Behandlungsmethoden, Therapiealternativen, Kosten√ľbernahmen, Rechnungen sowie zu Risiken bei bestimmten Eingriffen. Die Beratung ist f√ľr alle Ratsuchenden kostenfrei.

Weitere Informationen wie Kontaktdaten der Zahn√§rztlichen Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet und ein Erkl√§rvideo, welches das Beratungsspektrum der Zahn√§rztlichen Patientenberatung erl√§utert, k√∂nnen unter www.patientenberatung-der-zahnaerzte.de sowie auf den Websites von BZ√ĄK und KZBV abgerufen werden. Auch der Jahresbericht der Zahn√§rztlichen Patientenberatung ist dort zum Download verf√ľgbar. Druckexemplare k√∂nnen unter presse@bzaek.de oder presse@kzbv.de angefordert werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) Kai Fortelka, Pressesprecher Behrenstr. 42, 10117 Berlin Telefon: (030) 280179-0, Fax: (030) 280179-20

(ta)

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