Pflegebudget abschaffen: Altenpflege zahlt den Preis fĂĽr Krankenhaus-Fehlanreize
(Berlin) - Der Arbeitgeberverband Pflege (AGVP) fordert die Abschaffung des Pflegebudgets in Krankenhäusern. Mit Blick auf die anstehenden Anpassungen der Krankenhausreform (KHAG) im Bundestag warnt der Verband vor strukturellen Fehlanreizen, die der Altenpflege Fachkräfte entziehen und die Versorgung Pflegebedürftiger blockieren.
Dazu erklärt AGVP-Präsident Thomas Greiner: „Das Pflegebudget setzt falsche Anreize und gehört abgeschafft. Es kostet Milliarden und schadet der Altenpflege – bei fragwürdigem Zusatznutzen für die Patientenversorgung im Krankenhaus. Krankenhäuser erhalten Pflegepersonal faktisch zum Nulltarif und setzen es dort ein, wo eigentlich Prozesse verbessert werden müssten. Für einzelne Krankenhäuser mag das rational sein, gesamtwirtschaftlich ist es ein Fehlanreiz und für die Pflege ein folgenschwerer Fehler.
Die Konsequenzen tragen vor allem die Altenpflege und die Pflegebedürftigen. Hochqualifizierte Pflegefachkräfte übernehmen im Krankenhaus fachfremde Tätigkeiten, während Pflegeheime Wohnbereiche schließen oder die Belegung stoppen müssen, weil Personal fehlt, um die verbindlichen Vorgaben zu erfüllen. Pflegebedürftige können nicht versorgt werden, während Wartelisten inzwischen ganze Ordner füllen. Wer Fehlanreize abbaut, stärkt die Versorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen – wer sie fortschreibt, verschärft den Versorgungsengpass für Pflegebedürftige.“
Quelle und Kontaktadresse:
Arbeitgeberverband Pflege e.V. (AGVP), Andrea Renatus, Geschäftsstellenleiter(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Reinhardtstr. 3, 10117 Berlin, Telefon: 030 6780637-0
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