Pressemitteilung | Deutscher Philologenverband e.V. (DPhV)
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Philologenverband hält Schulbuchkritik für überzogen!

(Berlin) - Als etwas überzogen und zu pauschal hat der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger, die harte Kritik der Stiftung Warentest an der Fehlerhäufigkeit deutscher Schulbücher bezeichnet. „Jeder Fehler in einem Schulbuch ist sicher ein Fehler zuviel. Schulbücher müssen sich einem höheren Qualitätsanspruch stellen als andere Publikationen. Allerdings haben wir in den meisten Bundesländern ein hochwertiges und langwieriges Prüfverfahren vor der Zulassung von Schulbüchern. Die Qualität hat unter der überstürzten Schulzeitverkürzung und dem Druck auf die Verlage, ganz schnell mit neuen Lehrbüchern herauszukommen, vorübergehend wohl etwas gelitten. Generell aber sind heute Schulbücher didaktisch, inhaltlich und von der Ausstattung her besser als vor 20 Jahren“, betonte Meidinger.

Damit, so der Verbandsvorsitzende weiter, dass in einem Geschichtsschulbuch, der Rücktritt Honeckers um ein Monat vordatiert worden sei, könne man keine Generalkritik an deutschen Geschichtsschulbüchern rechtfertigen.

Als größeres Problem sieht der Deutsche Philologenverband die vielfache Verwendung von unzähligen Unterrichtsmaterialien, die Wirtschaftsverbände, Unternehmen und sonstige Institutionen interessengeleitet Schulen zur Verfügung stellen und die ungeprüft im Unterricht verwendet werden dürfen. Auch die von Lehrerinnen und Lehrern massenhaft aus dem Internet herunterladbaren Unterrichtsmaterialien auf zahlreichen Schulportalen entsprächen in vielen Fällen nicht den strengen Kriterien, die an die Zulassung von Schulbüchern geknüpft werden, sagte Meidinger.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Philologenverband e.V. im DBB Eva Hertzfeldt, Pressesprecherin Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40816781, Telefax: (030) 40816788

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