Pkw-Neuzulassungen im Januar 2026 rückläufig – ZDK fordert wirtschaftspolitische Impulse
(Berlin) - Im Januar 2026 wurden in Deutschland insgesamt 193.981 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Das entspricht einem Rückgang von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Verantwortlich für diese Entwicklung ist insbesondere der deutliche Einbruch bei privaten Neuzulassungen. „Der Jahresauftakt zeigt deutlich, wie fragil die wirtschaftliche Lage derzeit ist. Gerade bei langfristigen Konsumanschaffungen wie dem Automobil zeigt sich die Unsicherheit bei den Konsumenten. Ohne eine spürbare Verbesserung der wirtschaftlichen Lage droht sich die Zurückhaltung der Verbraucher weiter zu verfestigen“, warnt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn mit Blick auf die aktuellen Zulassungszahlen.
So gingen die Neuzulassungen von Benzin-Pkw um 29,9 Prozent, die von Diesel-Pkw um 17,1 Prozent gegenüber Januar 2025 zurück. Demgegenüber verzeichneten Elektrofahrzeuge (BEV) und Hybridmodelle im Vorjahresvergleich Zuwächse.
Mit 42.692 neu zugelassenen batterieelektrischen Pkw lag der BEV-Anteil im Januar bei 22,0 Prozent. Damit festigt sich das hohe Marktniveau, das bereits zum Jahresende 2025 erreicht wurde. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stiegen die BEV-Neuzulassungen um 23,8 Prozent.
ZDK-Präsident Thomas Peckruhn zeigt sich dennoch besorgt über die Entwicklung des Gesamtmarktes: „Der Rückgang der Neuzulassungen insgesamt ist ein klares Signal dafür, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit mit größeren Anschaffungen zurückhaltend sind. Die Politik ist gefordert, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Kaufkraft stärken und Planungssicherheit geben.“
Die aktuell stabilen Elektro-Zulassungszahlen seien dabei nicht auf die neue Kaufprämie zurückzuführen, so Peckruhn weiter: „Der Effekt der Kaufprämie wird sich erst in den kommenden Monaten zeigen, wenn die seit Jahresbeginn bestellten Fahrzeuge tatsächlich ausgeliefert werden.“
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der ZDK ein deutliches Wachstum bei den E-Zulassungen. Dieses werde maßgeblich durch die rückwirkend zum 1. Januar geltende Kaufprämie sowie durch zusätzliche Herstellerrabatte getrieben. Letztere seien vor allem eine Folge der von der EU vorgegebenen CO₂-Flottenziele, erklärt Peckruhn.
„Elektromobilität gewinnt weiter an Bedeutung. Entscheidend ist nun, dass Politik und Industrie gemeinsam dafür sorgen, dass der Markthochlauf nicht durch konjunkturelle Schwäche ausgebremst wird“, so der ZDK-Präsident abschließend.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe - Hauptstadtbüro, Andreas Cremer, Pressesprecher(in), Markgrafenstr. 35, 10117 Berlin, Telefon: 030 2510387
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