Pressemitteilung | Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZDK)
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Plädoyer für Demokratie und Marktwirtschaft

(Bonn) - Mit einem Plädoyer für die soziale Marktwirtschaft und die freiheitliche Demokratie hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, die Herbstvollversammlung des ZdK eröffnet. In seinem Bericht zur Lage am Freitag, dem 21. November 2008 rief er alle Katholiken dazu auf, sich für Gerechtigkeit und Solidarität einzusetzen und den Ansprüchen auf grenzenlose Marktherrschaft, postmoderner Wahrheitsrelativierung und modischer Staatsverachtung entgegen zu treten.

Meyer kritisierte Tendenzen im öffentlichen Denken, die Globalisierung als unaufhaltsamen Selbstläufer zu betrachten, jede Art von überindividueller und gemeinschaftsstiftender Identität zu Gunsten grenzenloser Individualität zu leugnen und den Staat aus Bildung, Kultur, Fürsorge und Infrastruktur verdrängen zu wollen.

Der Erfolg von freiheitlicher Demokratie und sozialer Marktwirtschaft basiere auf der Einsicht, dass Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität zusammengehören, damit eine Gesellschaft menschenwürdig ist. \"Wettbewerb und Konkurrenz brauche den klaren Rahmen verbindlicher Normen und fester Strukturen,\" so Meyer wörtlich. \"Unsere Orientierungsgröße bleibt die soziale und ökologische Marktwirtschaft.\"

Ausdrücklich distanzierte sich der Präsident des Zentralkomitees von denen, \"die aus der gegenwärtigen Krise sozialdemagogisches Kapital schlagen wollen\" und bekannte sich zur Notwendigkeit, den Sozialstaat zu erneuern.

Meyer forderte eine veränderte Haltung zum Staat und zur freiheitlichen Demokratie. Wer seine persönliche Freiheit gegen die freiheitliche Demokratie in einen Gegensatz setze, der zerstöre die einzige Garantie, die es in der Welt für die persönliche Freiheit gebe.

ZdK-Präsident fordert Bekenntnis zur Notwendigkeit des militärischen Einsatzes in Afghanistan

Ein klares Bekenntnis dazu, dass der deutsche Einsatz in Afghanistan den militärischen Kampf gegen die Taliban umfassen muss, hat der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, eingefordert.

Übergeordnetes Ziele des Einsatzes müsste es sein, den Menschen in Afghanistan ein menschenwürdiges Leben und die dafür notwendige wirtschaftliche Grundlage zu sichern, so Meyer am Freitag, dem 21. November 2008 vor der ZdK-Vollversammlung. Das erfordere Augenmaß für das real Mögliche und Respekt vor den, was die Menschen dort selbst für richtig hielten. Ein weiteres Ziel bestehe darin, dass Afghanistan nicht wieder zu Operationsbasis islamistischer Terroristen in ihrem Kampf gegen den freiheitlichen Westen wird. Diese Ziele seien ohne den militärischen Einsatz gegen die Taliban nicht zu erreichen. \"Wer in diesem Krieg fällt, gibt sein Leben für die Menschen in Afghanistan und für unsere Freiheit,\" so Meyer wörtlich.

Da viele in der Bundesrepublik den Sinn des militärischen Einsatzes bezweifelten, sei es dringend erforderlich, dass die Politiker die den Einsatz beschlossen hätten, so einmütig wie möglich den Bürgern sagten, was die Ziele seien. Dazu gehöre auch das Bekenntnis zum bewaffneten Kampf gegen die, die in Afghanistan wieder eine Terrorherrschaft errichten wollten.

ZdK unterstützt \"Pro Reli\"

\"Ethik- und Religionsunterricht müssen in Berlin gleichberechtigte Wahlpflichtfächer werden\", mit dieser Forderung unterstützt der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Prof. Dr. Hans Joachim Meyer, die Berliner Bürgerinitiative \"Pro Reli\".

\"In der Realität geht es darum, die freie Auswahl zwischen Ethikunterricht und Religionsunterricht überhaupt erst zu garantieren,\" führte Meyer vor der Vollversammlung des ZdK am Freitag, dem 21. November 2008 aus.

Zurzeit ist in Berlin nur Ethik ein für alle Schüler verpflichtendes ordentliches Schulfach. Die Bürgerinitiative \"Pro Reli\", die Christen unterschiedlicher Konfessionen, Juden und Muslime vereint, fordert, dass Ethik und Religion gleichberechtigte Wahlpflichtfächer werden.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralkomitee der deutschen Katholiken Theodor Bolzenius, Pressesprecher Hochkreuzallee 246, 53175 Bonn Telefon: (0228) 382970, Telefax: (0228) 3829744

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