Pressemitteilung | k.A.
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Politik treibt Strompreis und kassiert gleichzeitig ab / VIK-Strompreisindex auf Rekordhoch / Normalverdiener sollen doppelt zahlen

(Essen) - Um 7,75 Prozent ist der VIK-Strompreisindex in nur einem Monat gestiegen – plus 25 Prozent im 12-Monatsvergleich, soviel wie lange nicht mehr –, so der VIK die Interessenvertretung der gewerblichen und industriellen Energiekunden. Bei fast konstanten Netzentgelten geht dieser Anstieg des Strompreises allein auf das Konto des Produktpreises und der wird unter anderem von der derzeitigen Auktion der CO2-Zertifikate getrieben. Die vielen Befürworter von CO2-Auktionen freuen sich: Voraussichtlich 1 Mrd. Euro wird der deutsche Fiskus 2008 bereits durch die bisher noch relativ geringe CO2-Versteigerungsmenge von „nur“ 9 Prozent zusätzlich über den Strompreis abschöpfen. 1 Mrd. Euro, die sich der Staat von den Gewinnen der Stromproduzenten nimmt. Und diese holen sich ganz konsequent diese gewinnwirksame Steuer von ihren Kunden aus privaten Haushalten und Unternehmen zurück.

„Scheinheilig sind alle die Stimmen aus der Politik, die jetzt zum Ausgleich der steigenden Strompreise Sozialtarife für einkommensschwache Haushalte fordern. Das sind genau die Politiker, die den Strompreis immer höher treiben“, so der VIK-Geschäftsführer Dr. Alfred Richmann. „Die Versteigerung der CO2-Emissionsrechte führt zwangsläufig zu diesen stark steigenden Strompreisen zu Gunsten des Staates, übrigens ganz ohne positiven Klimaeffekt. Werden ab 2013 nicht nur 9 Prozent, sondern wie geplant 100 Prozent der CO2-Zertifikate versteigert, geht es um mehr als das Zehnfache. Nämlich um mehr als 10 Mrd. Euro jährlich, die sich der Staat von den Gewinnen der Stromunternehmen nehmen wird. Und die sich diese dann selbstverständlich von den Haushalten und Unternehmen über weiter steigende Strompreise zurückholen werden“, warnt Richmann. Der VIK erwartet mit der CO2-Voll-Auktionierung ab 2013 einen Sprung der Strompreise um gut 50 Prozent nach oben.

Die erheblich kostengünstigere und für die CO2-Minderung viel bessere Konzeption des VIK zum Emissionshandel ist der Politik bekannt. Diese will aber lieber am eingeschlagenen, viel zu teuren Weg der Auktionierung festhalten, viel Geld abkassieren und das auf Kosten aller Stromkunden und des Standortes Deutschland. Nur ein breiter Widerstand von Wirtschaft und Bürgern hilft gegen diese völlig unnötige Verteuerung des Emissionshandels.

Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft Pressestelle Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430

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