Post AG: Warnstreiks in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland / Bundesfinanzminister Steinbrück soll einschreiten
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Warnstreiks bei der Deutschen Post AG auf die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland ausgedehnt. Insgesamt folgten rund 2.300 Beschäftigte dem Aufruf zu zeitlich befristeten Streikmaßnahmen. Betroffen ist die Brief- und Paketzustellung in den Einzugsbereichen der Niederlassungen Freiburg, Karlsruhe, Mannheim, Göppingen, Ravensburg, Reutlingen, Koblenz und Saarbrücken. Insgesamt werden über acht Millionen Sendungen nicht zugestellt.
"Die Post AG sollte das Zögern und Zaudern beenden und ein einigungsfähiges Angebot auf den Tisch legen", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Deutsche Post AG in einem Markt, der durch einen Mindestlohn vor Lohndumping geschützt sei, die ihr zuwachsende Arbeit durch eine Arbeitszeitverlängerung auffangen wolle.
Verantwortliche Unternehmenspolitik wäre es, die in Not geratenen Beschäftigten der anderen Briefdienste einzustellen.
Allein eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit bei den 55.000 Beamten von
38,5 auf 41 Stunden vernichtet nach Berechnungen der Gewerkschaft 5.000 Arbeitsplätze. "Das Finanzministerium unter der Führung von Peer Steinbrück muss als zuständiger Verordnungsgeber einschreiten und soll sich nicht zum Steigbügelhalter einer Arbeitsplatzvernichtungspolitik machen lassen", sagte Kocsis. ver.di befürchtet, dass die Post AG in einem weiteren Schritt auch die Arbeitszeit der 130.000 Tarifkräfte erhöhen will. Damit seien weitere 10.000 Arbeitsplätze in Gefahr.
ver.di kündigte an, die Warnstreiks am Freitag fortzusetzen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 9. April in Köln.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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