Pressemitteilung | Deutscher Philologenverband e.V. (DPhV)
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Preisverleihung des fächerübergreifenden Lehrerwettbewerbs „Unterricht innovativ 2007“ in Berlin: Deutschlands innovativste Lehrerinnen und Lehrer kommen aus Waxweiler

(Berlin) - In der fünften Runde des bundesweit einmaligen Lehrerwettbewerbs „Unterricht innovativ“ haben 234 Lehrerinnen und Lehrer in 78 engagierten und kreativen Pädagogenteams erneut unter Beweis gestellt, wie viel Erfindungsreichtum und Begeisterungsfähigkeit in Deutschlands Lehrern und Schülern steckt. Beteiligt haben sich Lehrkräfte, die an weiterführenden Schulen im gesamten Bundesgebiet oder im Ausland innovative, fächerübergreifende Projekte konzipierten und im Team realisierten. Der Wettbewerb war von der Stiftung Industrieforschung, dem Bundesverband der Deutschen Industrie und dem Deutschen Philologenverband erstmals im Jahre 2003 initiiert worden. Als Medienpartner haben wir zur Seite die Wochenzeitung “Die Zeit“. Die Preisträger werden heute im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin ausgezeichnet.

Das Siegerprojekt „Curiositas – am Anfang war die Neugier – Forschung im Geschichtsunterricht“ der St. Willibrord Hauptschule in Waxweiler (Rheinland-Pfalz) zeigt, wie durch fächerübergreifendes Lehren Wissen so vermittelt werden kann, dass Unterricht Spaß macht und zum Mitmachen anstiftet. Dieses Projekt macht Schülerinnen und Schülern bewusst, wo und wie Geschichte zu finden ist und wie sie sich in ihrem eigenen Leben auswirkt. In vier Forschungsprojekten beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler mit der Geschichte ihrer Familie und Umgebung. Im Rahmen des Deutschunterrichts erlernten sie Methoden und Textgattungen, die sie für die Suche nach Informationen und deren anschließender Aufbereitung benötigten. Bereits bei der Planung des Projektes wurden Querverbindungen zum Sozialkundeunterricht und zur Auseinandersetzung mit dem Thema Generationenkonflikt im Fach Religion deutlich.

Fächerübergreifender Unterricht braucht Lehrkräfte, die innovativ und im Team unterrichten und zusammenarbeiten. Für den Bundesvorsitzenden des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, liegt dies auf der Hand: „Nur mit den Methoden von gestern kann man die Schüler von heute nicht mehr erreichen. Wer in unserer medienüberfluteten und bildergesättigten Zeit junge Menschen erziehen und bilden will, muss selbst über eine hohe Medienkompetenz verfügen.“

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Senator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, hob in seinem Festvortrag hervor, dass die optimale Förderung jedes einzelnen Kindes am Besten in einem modernen Bildungssystem gelinge, das klare Bildungsziele formuliere und gleichzeitig die Schulen in die Lage versetze, die dafür erforderlichen Prozesse in Selbstständigkeit und Verantwortungsübernahme auszugestalten. „Die prämierten Projekte sind leuchtende Beispiele dafür, dass innovative Formen, wie fachübergreifender und fächerverbindender Unterricht, ein sehr erfolgversprechender Weg sind, einen guten und motivierenden Unterricht zu machen.“

Aus der gesamten Bundesrepublik lagen 78 bewertbare Unterrichtsvorhaben vor, aus denen die Jury die sieben besonders beispielhaften Projekte ausgewählt hat. Die diesjährigen Preisträger kommen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, von den Deutschen Auslandsschulen und aus Hessen.
Die Tatsache, dass von den sieben prämierten Projekten allein drei aus Hessen kommen, sei ein deutliches Signal für die sehr gute Unterrichtsqualität an dortigen Schulen, lobte die Hessische Kultusministerin Karin Wolff. „Das besondere Engagement der geehrten hessischen Lehrerinnen und Lehrer, ist ein Vorbild für all diejenigen, die Schülerinnen und Schüler zum eigenen Nachdenken und Forschen anregen und das Beste in jedem Kind und Jugendlichen wecken wollen,“ betonte Wolff.

Die ersten drei Preise des Wettbewerbs sind mit insgesamt 10.000 Euro, die vier Sonderpreise mit insgesamt 5.500 Euro dotiert. Stifter der Sonderpreise sind VVA Vereinigte Verlagsanstalten GmbH, BHW Bausparkasse, HUK Coburg und BBBank Karlsruhe.
Zeitgleich mit der Preisverleihung wurde der Wettbewerb 2008 eingeläutet. In der Runde 2008 wird ein neuer Sonderpreis für Fußball vom Deutschen Fußball-Bund gestiftet. In der Jury werden hochrangige schul- und wissenschaftspolitische Experten mitarbeiten, unter ihnen die Bildungsministerinnen Karin Wolff (Hessen) und Doris Ahnen (Rheinland-Pfalz) sowie Prof. Manfred Prenzel vom PISA-Konsortium.

Informationen zu allen Preisträgern und ihren prämierten Projekten im Internet unter www.unterricht-innovativ/.de/pressemappe .Die Wettbewerbsbeiträge werden ab 2008 in der DPhV-Edition „Unterricht innovativ – Ideen für die Schule der Zukunft“ veröffentlicht.

Quelle und Kontaktadresse:
Deutscher Philologenverband e.V. im DBB Eva Hertzfeldt, Pressesprecherin Friedrichstr. 169-170, 10117 Berlin Telefon: (030) 40816781, Telefax: (030) 40816788

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