Probleme mit 500-Euro-Scheinen?
(Berlin) - Viele Menschen haben sie noch nie in der Hand gehabt die 500-Euro-Banknote. Dabei entfällt mit 210 Mrd Euro ein Drittel des gesamten Euro-Banknotenumlaufs von 628 Mrd Euro (Angaben der Deutschen Bundsbank, Jahresende 2006) auf diesen einen Schein. Erst an zweiter Stelle folgt die viel gebräuchlichere 50-Euro-Note mit 204 Mrd Euro. Die übrigen fünf Banknoten teilen sich das restliche Drittel.
Obwohl sämtliche Euro-Banknoten gesetzliche Zahlungsmittel in unbegrenzter Höhe sind, müssen sie nicht immer akzeptiert werden. Beispielsweise findet sich an Tankstellen häufig der Hinweis, dass 500-Euro-Banknoten nicht angenommen werden. Die Bestände an Wechselgeld müssten sonst unverhältnismäßig hoch sein. Zudem ist der Schaden besonders groß, sollte der Kassierer einer Fälschung zum Opfer fallen.
Als Grundregel gilt: Laden- und Tankstellenbesitzer, die die 500-Euro-Scheine nicht akzeptieren wollen, müssen für ihre Kunden gut erkennbar extra darauf hinweisen. Außerdem sollte der verwendete Geldschein in einem angemessenen Verhältnis zur gekauften Ware oder Dienstleistung stehen. Wer die Rechnung für eine Autoreparatur in Höhe von 490 Euro bezahlen muss, kann einen 500-Euro-Schein zücken. Aber bei einer Tankrechnung von 50 Euro muss der Tankwart die Annahme eines 500-Euro-Scheins nicht akzeptieren, wenn er dies etwa durch Aushang an der Zapfsäule deutlich bekannt gegeben hat. Denn Tankstellen und auch Einzelhandelsgeschäfte sind keine Wechselstuben.
Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband deutscher Banken e.V. (BdB)
Pressestelle
Burgstr. 28, 10178 Berlin
Telefon: (030) 16630, Telefax: (030) 16631399
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