Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Protestaktionen gegen Port Package II legen Europas Häfen lahm

(Berlin) - Hafenarbeiter aus zwölf europäischen Ländern haben sich am 11. Januar 2006 an Protestaktionen gegen die „Richtlinie über den Marktzugang für Hafendienstleistungen“, das so genannte Port Package II, beteiligt. Allein in Deutschland folgten rund 4.500 Beschäftigte in acht Häfen dem Aufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und nahmen an betrieblichen Informationsveranstaltungen teil.

Auf den Veranstaltungen selber standen der durch Port Package II drohende Verlust tausender qualifizierter Hafenarbeitsplätze und der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Häfen im Mittelpunkt. „Von den Hafenarbeitern geht das eindeutige Signal an die Abgeordneten des europäischen Parlaments, dieser überflüssigen und schädlichen Richtlinie eine endgültige Absage zu erteilen“, sagte Jan Kahmann.

Kahmann erinnerte daran, dass im November 2003 bereits der erste Kommissionsentwurf, Port Package I, abgelehnt worden sei. „Mit der verschärften Neuauflage stellt sich die Kommission gegen die demokratische Willensbildung des Parlaments“, kritisierte Kahmann. Die Parlamentsabgeordneten hätten es jetzt in der Hand, diesem Eindruck entschieden entgegen zu treten und Port Package II bei ihrer Abstimmung am 17. Januar 2006 zu verhindern.

Kahmann kündigte weitere Protestaktionen für den Beginn der kommenden Woche an. Am 16. Januar 2006 würden Hafenarbeiter aus vielen europäischen Ländern in Straßburg für ihre Arbeitsplätze und die Sicherheit in den europäischen Häfen demonstrieren.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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