Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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"Räumungsverkauf" bei Telekom-Call-Centern ist strategischer Offenbarungseid

(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat den Verkauf von sechs Call-Center-Standorten der Telekom-Tochter VCS an den Bertelsmann-Konzern scharf kritisiert. Dies sei ein strategischer Offenbarungseid, da in der VCS wichtige Spezialaufgaben für den Konzern erledigt würden. "Mit den Mitteln des Räumungsverkaufs manövriert sich die Telekom ins Abseits", sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Lothar Schröder nach Bekanntwerden der Vereinbarung.

Demnach sind von dem Verkauf an die Bertelsmann-Tochter Arvato bundesweit gut 640 Arbeitnehmer betroffen. Außer den Standorten in Freiburg und Göppingen befinden sich die anderen Call-Center - Stralsund, Schwerin, Chemnitz und Dresden - alle in den neuen Bundesländern. Das gilt auch für die Mehrheit der betroffenen Arbeitnehmer. Die Telekom wolle offenbar die neuen Bundesländer komplett aufgeben, betonte Schröder.

Als besonders gravierend betrachte es ver.di, dass sich die Telekom bislang geweigert habe, über einen Auslagerungsschutz zu verhandeln.
Arvato sei nicht tarifgebunden und bezahle Einstiegsgehälter von 6,73 Euro. Auch seien Gehaltsgarantien mit Abschlägen von rund 20 Prozent auf das Telekom-Gehalt für die Betroffenen angesichts des Lohndrucks bei Arvato kaum etwas wert. "Mit diesem Verkauf dokumentiert die Telekom ihren kompletten Rückzug aus der sozialen Verantwortung", sagte Schröder weiter.

ver.di werde in den nächsten Tagen und Wochen unter den Beschäftigten Aktionen organisieren, um das Unternehmen zu deutlich besseren Konditionen zu bewegen.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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