"Rauchen für mehr Rente" / Henke verurteilt neues Geschäftsmodell zur Privatrente
(Berlin) - Gesundheitsbewusstes Verhalten sollte belohnt werden. Diese in der Krankenversicherung unumstrittene Maxime wird durch neuartige Rentenversicherungsangebote ins Gegenteil verkehrt: Wer seiner Gesundheit derart schadet, dass er eine geringere Lebenserwartung bewusst in Kauf nimmt, wird mit einer höheren Privatrente belohnt. "Es ist doch aberwitzig und auch zynisch, die Menschen zu animieren, ihrer Gesundheit bewusst zu schaden. Solche Überlegungen führen alle Bemühungen um Prävention und besseren Gesundheitsschutz ad absurdum", kommentiert der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke, die neuen Versicherungsangebote.
Besonders verwerflich sei es, Raucher zu motivieren, ihren Tabakkonsum unvermindert fortzusetzen. "Die durch das Rauchen hervorgerufenen Krankheiten, wie beispielsweise der Lungenkrebs, sind oft mit besonders starkem Leiden verbunden. Bis zu 90 Prozent der Tumoren der Organe, die mit dem Tabakrauch direkt in Kontakt kommen, wie Mundhöhle, Kehlkopf, Speiseröhre und Lunge, werden durch das Rauchen verursacht. Der Preis des Rauchens ist einfach zu hoch, um damit Versicherungsgeschäfte zu machen", sagte Henke.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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