Pressemitteilung | VNL - Verband Niedersächsischer Lehrkräfte e.V.
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Realschullehrerverband zur PISA-I-Plus-Studie Gegen einseitige Schuldzuweisungen / Lehrer keine Prügelknaben der Nation

(Hannover) - Der Verband Deutscher Realschullehrer Niedersachsen (VDR) warnt davor, die Schuld am schwachen Abschneiden deutscher Schülerinnen und Schüler in der neu vorgelegten PISA-I-Plus-Studie einseitig bei den Lehrerinnen und Lehrern zu suchen. „Es ist kaum die Rede davon, dass der vielerorts hohe Unterrichtsausfall, die hohen Schülerzahlen je Klasse, die mangelhafte Bereitstellung von Lehrerstunden zur individuellen Förderung, die geringe und weiter abnehmende Anstrengungsbereitschaft vieler Schülerinnen und Schüler, die immer zurückhaltender wahrgenommene Erziehungsverantwortung vieler Eltern entscheidende Gründe sind, dass lediglich 60 Prozent unserer Schülerinnen und Schüler nach einem Schuljahr Lernzuwächse in Mathematik vorweisen können. Schuld sollen vornehmlich die angeblich nach veralteten Methoden unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer sein“, unterstrich Manfred Busch, niedersächsischer VDR-Landesvorsitzender, in einer gemeinsamen Erklärung mit dem VDR-Bundesvorsitzenden Albert Obert am Rande der VDR-Bundesvorstandssitzung in Kassel fest.

Die bloße Ankündigung von verstärkter Bildungsforschung und Bereitstellung der dazu erforderlichen finanziellen Voraussetzungen hilft weder Kindern noch Lehrkräften im aktuellen schulischen Alltag. „Wenn Politiker etwas für das deutsche Schulwesen tun wollen, dann sollten sie endlich auf die Stimmen der wahren Fachleute für Schule, der aktiven Lehrerinnen und Lehrer, hören und vor allem für Kontinuität und Ruhe an den Schulen sorgen“, stellten Obert und Busch fest. Erst wenn die Politik die für erfolgreiches Lernen und individuelle Förderung nötigen Rahmenbedingungen schaffe, wie vom VDR seit Jahren gefordert, werde sich der von allen gewünschte Erfolg einstellen, so die beiden VDR-Vorsitzenden.

Quelle und Kontaktadresse:
Verband Deutscher Realschullehrer Niedersachsen e.V. Pressestelle Sophienstr. 6, 30159 Hannover Telefon: (0511) 320839, Telefax: (0511) 327759

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