Rente mit 67 / Pläne der Regierung stehen kurz vor dem Abschluss
(Frankfurt am Main) - Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) erhält ihren Widerstand gegen ein Heraufsetzen des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 unvermindert aufrecht. Diese Pläne sind eine Katastrophe, insbesondere für unsere Kollegen am Bau. Es handelt sich schlicht um eine Rentenkürzung, denn ihre Arbeit ist so hart, dass nur die wenigsten bis 65 durchhalten, sagt IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel aus Anlass der letzten Ausschusssitzung am Mittwoch (28. Februar 2007) vor der Abstimmung im Bundestag. Rente ab 67 bedeutet für sie zwei Jahre länger arbeitslos und eine gekürzte Rente.
Auch die geplante Ausnahmeregelung für Beschäftigte mit 45 Beschäftigungsjahren kommt für die Bauarbeiter nicht in Betracht. Denn Zeiten der Arbeitslosigkeit, die im Baugewerbe traditionell dazugehören - witterungsbedingt oder nach Projektende, zählen bei Beschäftigungsjahren nicht mit, so dass Bauarbeitnehmer auch nicht auf diese Weise ohne Abschläge aus dem Arbeitsleben ausscheiden können. Ausnahmeregeln hätten nur dann einen Sinn, wenn sie eine abschlagsfreie Rente nach 40 Versicherungsjahren und eine erleichterte Inanspruchnahme der Erwerbsminderungsrente ermöglichten.
Was der Sozialminister plant, ist unsozial. Ich kann nicht verstehen, wie eine Regierung den Protest der Bevölkerung komplett ignorieren kann, sagt Klaus Wiesehügel. Berechenbarkeit und langfristiges Vertrauen seien wichtig für die Rente. Er appelliere an alle Abgeordneten, fern vom Fraktionszwang so abzustimmen, dass sie es noch mit ihrem Gewissen vereinbaren können.
Trotz Rente mit 67 seien die Rentenkassen keineswegs saniert. Das System müsse reformiert und durch Einbeziehung der gesamten Erwerbsbevölkerung auf eine breitere Basis gestellt werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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