Pressemitteilung | Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
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Rund acht Prozent mehr für Ärzte / Ärzte erhalten gleichen Lohnzuwachs wie Krankenschwestern / Tarifabschluss berücksichtigt arztspezifische Besonderheiten

(Wiesbaden) - „Nach intensivsten Verhandlungen mit dem Marburger Bund haben wir nun auch für die Ärzte an kommunalen Krankenhäusern eine Einigung erzielt. Die Gehälter steigen im Schnitt um rund acht Prozent“, so Joachim Finklenburg, Verhandlungsführer der VKA. „Der Abschluss berücksichtigt arztspezifische Besonderheiten, liegt aber insgesamt in dem Volumen, das wir auch für die nicht-ärztlichen Beschäftigten in den Krankenhäusern vereinbart haben. Damit ist der Lohnzuwachs unter den Beschäftigten im Krankenhausbereich in 2008 und 2009 in etwa gleichhoch.“ Für die nicht-ärztlichen Beschäftigten haben VKA und die Gewerkschaften ver.di und dbb tarifunion am 31. März 2008 in Potsdam eine Einigung erzielt.

„Beide Tarifabschlüsse stellen schmerzliche Kompromisse dar. Viele Krankenhäuser werden Schwierigkeiten haben, die Abschlüsse zu finanzieren, wenn sich an der Krankenhausfinanzierung und der Deckelung der Budgets nichts ändert“, so VKA-Hauptgeschäfts­führer Manfred Hoffmann. Der Abschluss verursacht in den kommunalen Krankenhäusern Mehrkosten in Höhe von rund 300 Millionen Euro über eine Laufzeit von 24 Monaten.

Finklenburg: „Damit hat der Tarifabschluss für uns zwei Seiten: Nach wie vor sind wir mit unseren Tarifen und Arbeitsbedingungen an kommunalen Krankenhäusern führend im Wettbewerb um qualifizierte Ärzte. Die Schattenseite ist jedoch nach wie vor die mangelnde Finanzausstattung der Häuser. Wir werden uns deshalb gemeinsam mit den Gewerkschaften dafür einsetzen, dass die Budgetdeckelung nach 14 Jahren endlich beendet wird und sich die Krankenhausfinanzierung grundlegend verbessert.“


Der Abschluss im Einzelnen:

- Die Entgeltsteigerungen fallen – je nach Arzt und Entgeltstufe – unterschiedlich hoch aus. Insgesamt beträgt die Steigerung durchschnittlich acht Prozent für die Jahre 2008 und 2009.
- Gehaltszuwächse ergeben sich für bestimmte Facharztgruppen nicht nur durch eine lineare Erhöhung der Entgelte, sondern auch durch eine Verkürzung der Verweildauer in bestimmten Entgeltstufen (Fachärzte).
- Im Tarifgebiet Ost wird die volle Anpassung an das Tarifgebiet West zum 1. April 2008 vollzogen.

Quelle und Kontaktadresse:
Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) Pressestelle Allerheiligentor 2-4, 60311 Frankfurt am Main Telefon: (069) 920047-50, Telefax: (069) 920047-99

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