Sackgasse Praktikum für Berufsanfänger in der Pferdewirtschaft
(Frankfurt am Main) Wir bieten zwei Praktikumsplätze für mindestens 12 Monate an, diese werden nicht entlohnt, aber belohnt mit vielen Pferden, toller Atmosphäre, Natur pur, freier Unterkunft und Verpflegung sowie einer freien Box für Dein Pferd. Bewerben solltest Du Dich nur, wenn Du gut reiten kannst, unsere Pferde versorgst, bei der Arbeit nicht auf die Uhr schaust und gewohnt bist, selbständig zu arbeiten.
Stellenanzeigen dieser Art sind in Pferdefachzeitschriften keine Seltenheit. Was sich hier als toller Praktikumsplatz tarnt, ist nichts anderes als die zunehmende Praxis vieler Betriebe, eine billige Arbeitskraft zu finden, sagt Bärbel Feltrini, zuständig für Ausbildung bei der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Allzu oft werde am Ende weder die Praktikumsbescheinigung geschrieben, noch die anschließende Berufsausbildung zum Pferdewirt ermöglicht.
Die deutschen Sozial- und Steuergesetze gelten auch für Pferdebetriebe, sagt das für die Branche zuständige Vorstandsmitglied der IG BAU Hans-Joachim Wilms. Ein Praktikum in einem Pferdebetrieb sei ein ganz reguläres steuer- und sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis. Es muss nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts mit dem Mindestbruttolohn von ca. 7 Euro pro Stunde entlohnt werden. Freiwillige Praktika sind nichts anderes als Schwarzarbeit, warnt Bärbel Feltrini, Vorstandsmitglied der IG BAU.
Die IG BAU hilft Praktikumsgeschädigten, sich gegen unseriöse Betriebe zur Wehr zu setzen. Nichts gegen zwei- bis vierwöchige Praktika, die der Berufsfindung dienen was die Gewerkschaft anprangert, sind freiwillige, ungesetzliche Praktika. Weitere Infos: Pferdewirt-Hotline 01801.442281
Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand
Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle
Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800
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