Santander Bank: Beschäftigte protestieren gegen Standortschließungen
(Berlin) - Die Beschäftigten der Santander Bank in Hamburg, Frankfurt/Main und Mannheim wollen am Montag, den 31. Oktober, gegen die geplante Schließung ihrer Standorte protestieren. "Die Beschäftigten wehren sich gegen den völlig sinnlosen Abbau ihrer Arbeitsplätze. Hier werden zum Teil hoch qualifizierte Kreditspezialisten in die Arbeitslosigkeit geschickt, obwohl angeblich alle Beschäftigten gebraucht werden", kritisierte Jörg Reinbrecht, Konzernbetreuer bei der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). ver.di fordere den Vorstand auf, die Entscheidung zurückzunehmen und die Arbeitsplätze an den bisherigen Standorten zu erhalten. Andernfalls sei in Kürze mit weitergehenden Protesten der Beschäftigten zu rechnen. Insgesamt drohen durch die Planungen der Bank fast 300 Menschen ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
Erst im Februar dieses Jahres hatte die Santander Consumer Bank das Privatkundengeschäft von der SEB und damit unter anderem die jetzt bedrohten Standorte übernommen. Vor drei Monaten kündigte das Institut dann an, etwa 350 Arbeitsplätze aus dem Bereich Operations der Santander Bank zum 1. Januar 2012 auf die Geoban, eine Service-Gesellschaft der spanischen Santander-Gruppe, zu verlagern.
Im Zuge dessen sollen im kommenden Jahr die Standorte in Hamburg (100 Betroffene), Frankfurt/Main (80), Mannheim (50) und Ratingen (50) geschlossen werden.
Santander habe erklärt, dass es bei diesem Projekt nicht um Kosteneinsparungen gehe und alle Betroffenen bei Geoban in Mönchengladbach oder Recklinghausen weiter beschäftigt würden.
"Angesichts dessen, dass 90 Prozent der Betroffenen nicht in der Lage sind, von Frankfurt oder Hamburg nach Mönchengladbach zu wechseln, ist dieses Vorgehen der Bank unakzeptabel und zynisch", betonte Reinbrecht.
Die Santander-Gruppe zählt seit der Übernahme des Retailgeschäfts von der SEB in Deutschland mehr als 5000 Beschäftigte. Der Hauptsitz ist Mönchengladbach.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
Pressestelle
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