Schwächerer Halbleitermarkt im Juli
(Frankfurt) - Der Umsatz für Halbleiter in Deutschland war im Juli erneut niedriger als im Vormonat. Mit minus fünf Prozent lag er auch deutlich unter dem gleichen Monat des Vorjahres, nach jeweils minus zwei Prozent im Juni und noch plus ein Prozent im Mai. Gleichzeitig gab es nur schwache Auftragseingänge.
Kumuliert lag das Wachstum in Deutschland in den ersten sieben Monaten des Jahres 2006 bei minus drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Book-to-Bill-Ratio*), ein Indikator für den mittelfristigen Trendverlauf, hat sich im vergangenen Monat mit 0,99 etwas verschlechtert und liegt jetzt wieder unter 1,00.
Februar 2006 - 1,05
März 2006 - 1,03
April 2006 - 0,99
Mai 2006 - 0,92
Juni 2006 - 1,00 (korrigiert)
Juli 2006 - 0,99 (vorläufig)
Verursacht durch einen in Ausmaß und Dauer überraschend starken Einbruch bei Mikroprozessoren sind die Umsätze in den letzten Monaten unerwartet deutlich zurückgefallen. In Summe Halbleiter resultiert hieraus für das erste Halbjahr ein Rückgang von minus drei Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ohne Einbezug der Mikroprozessoren ergibt sich für den Rest des Marktes nach wie vor ein leichtes Wachstum von plus ein Prozent. Doch zeigen sich auch hier bereits erste Einflüsse der Schwächetendenzen, zum Beispiel bei den bisher unbeeindruckten Diskreten, Opto und Sensoren. Verstärkt wird dieser Trend durch die aktuelle Dollarschwäche.
Für das Gesamtjahr 2006 ist damit ein positives Wachstum in weite Ferne gerückt. Sollte sich keine signifikante Erholung bei Mikroprozessoren in den nächsten Monaten einstellen, muss sogar mit einem deutlichen Rückgang gerechnet werden.
Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. (ZVEI)
Christian Mannigel, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stresemannallee 19, 60596 Frankfurt am Main
Telefon: (069) 6302-0, Telefax: (069) 6302-317
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