Sicherheit ist für die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unverzichtbar
(Berlin) - Zum Weltgesundheitstag macht das Bündnis KJG auf die zunehmende Not von Kindern und Jugendlichen aufmerksam, die in Lebensumfeldern aufwachsen, die ihnen nicht die Sicherheit bieten, die sie für eine gesunde Entwicklung dringend benötigen.
Stress, Unsicherheit und fehlender Schutz hinterlassen bei Kindern und Jugendlichen tiefe Spuren – körperlich, emotional und sozial. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen deutlich, dass Kinder, die in einem sicheren und stabilen Umfeld aufwachsen, bessere schulische Leistungen erbringen, sozial kompetenter sind und ein höheres Selbstwertgefühl entwickeln.
Im Gegensatz dazu belastet Stresserleben die Gesundheit aller Menschen, aber besonders nachhaltig sind Kinder und Jugendliche beeinträchtig, da es zu nicht reversiblen Veränderung im Gehirn und an anderen Organen kommen kann, die die Gesundheit auch dann noch beeinträchtigen, wenn die belastenden Situationen beendet sind.
Ein Auftrag an politische Verantwortungsträger
Wir brauchen politische Entscheidungen, die sichere Orte schaffen – nicht als Einzelmaßnahmen, sondern als strukturelle Strategie. Dazu gehören:
1. Physische Sicherheit gewährleisten
• Konsequenter Schutz vor Gewalt, Missbrauch und alltäglichen Gefahren
• Maßnahmen gegen klimabedingte Gesundheitsrisiken wie Hitze und Luftverschmutzung
• Verlässlicher Zugang zu Nahrung, Bildung und medizinischer Versorgung
2. Emotionale Sicherheit ermöglichen
• Stärkung familienunterstützender Angebote
• Förderung stabiler Bindungen und verlässlicher Bezugssysteme
• Ausbau niedrigschwelliger psychosozialer Hilfen
3. Soziale Sicherheit schaffen
• Räume, in denen Kinder unabhängig von Herkunft oder sozialem Status Akzeptanz erleben
• Finanzielle Entlastung von Familien, um kindgerechte Lebensbedingungen zu sichern
Ein Weckruf an die Gesellschaft
Ein sicherer Ort entsteht nicht nur durch Gesetze – er entsteht durch Haltung.
Durch das Bewusstsein, dass jedes Kind Anspruch auf Schutz, Respekt und Entfaltung hat. Durch Nachbarschaften, Schulen, Vereine, Arbeitgeber und Bürger:innen, die Verantwortung übernehmen.
Kinder können sich nicht selbst schützen – aber wir können.
Und wir müssen es: im Sinne ihrer Gesundheit, ihrer Zukunft und unserer gemeinsamen gesellschaftlichen Stabilität.
Appell des Bündnisses
„Wer die Gesundheit von Kindern schützen will, muss ihre Lebenswelt sicher machen – umfassend, verbindlich und langfristig. Es ist Aufgabe aller politischen Ebenen und unserer gesamten Gesellschaft, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen.“
Quelle und Kontaktadresse:
Bündnis KJG - Bündnis Kinder- und Jugendgesundheit e.V., Chausseestr. 128/129, 10115 Berlin, Telefon: 030 40005880
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