Pressemitteilung | Allianz pro Schiene e.V.
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Sicherheit von Bahnbeschäftigten muss sich erhöhen

(Berlin) - Die Zahl der Straftaten an deutschen Bahnhöfen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Das zeigt die Polizeiliche Kriminalstatistik für die Jahre 2024 und 2025, die die Allianz pro Schiene ausgewertet hat. Der Geschäftsführer des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses, Dirk Flege, sieht darin eine ermutigende Entwicklung. Gleichzeitig hat aber die Gewalt gegenüber Bahn-Beschäftigten in den zurückliegenden Jahren deutlich zugenommen. Dieser Entwicklung müsse man auch mit deutlich mehr Personal entgegentreten, so Flege.

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2025 zeigt, dass Straftaten an Bahnhöfen hierzulande im gleichen Umfang zurückgegangen sind wie an anderen Orten in Deutschland (minus 6 Prozent). Dabei hat sich die Zahl von Gewaltdelikten und Diebstählen an Bahnhöfen sogar überdurchschnittlich stark verringert.

Dazu sagte Geschäftsführer Flege: „Es ist eine gute Entwicklung, dass Bahnhöfe sicherer geworden sind und mehr Vorfälle aufgeklärt werden konnten. Das zeigt, dass der Einsatz von Sicherheitspersonal und Videotechnik wirkt. Klar ist aber auch, dass weniger Kriminalität kein Selbstläufer ist und dass es weiterhin kluge Konzepte braucht, damit alle Menschen sich sowohl tagsüber als auch in Randzeiten an Bahnhöfen sicher und wohl fühlen. Ein Alkoholkonsum-Verbot an Bahnhöfen könnte ein weiterer wichtiger Schritt sein.“

Besorgniserregend sei der Anstieg von Gewaltdelikten gegenüber Mitarbeitenden der Deutschen Bahn. Wie aus Daten der Polizeilichen Eingangsstatistik der Bundespolizei hervorgeht, hat sich die Zahl der Angriffe auf DB-Beschäftigte von 2.412 im Jahr 2024 auf 2.689 im Jahr 2025 erhöht (plus 11 Prozent; s. Drucksache 21/5307 des Deutschen Bundestages). Dirk Flege: „Seit Jahren nimmt die Zahl der Gewalttaten gegen Bahn-Beschäftigte zu. Diesen Trend gilt es entschieden zu stoppen.

Es ist gut, dass es mehr Bodycams und Videoüberwachung an Bahnhöfen gibt. Wir begrüßen auch, dass es Pilotprojekte gibt, in denen mehr Personal in ausgewählten Zügen eingesetzt wird. Mittelfristig muss aber klar sein, dass Doppelbesetzungen nur dann sinnvoll sind, wenn zwei Mitarbeiter in einem Zug nicht bedeuten, dass an anderer Stelle kein Mitarbeiter im Zug mitfährt. Wir halten daran fest, dass bei neuen Aufträgen zur Erbringung von Schienenpersonennahverkehr in der Regel vorgegeben sein sollte, zwei Zugbegleiter einzusetzen. Diese Entscheidung muss zügig getroffen werden, damit das zusätzliche Personal schnell aufgebaut werden kann“, sagte Flege.

Quelle und Kontaktadresse:
Allianz pro Schiene e.V., Sabrina Wendling, Pressesprecher(in), Reinhardtstr. 31, 10117 Berlin, Telefon: 030 2462599-0

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