Sicherheitslage in Sri Lanka / Malteser International: Unberechenbare Situation
(Köln) - Als unberechenbar schildert Maren Paech, Projektkoordinatorin von Malteser International in Sri Lanka, die Sicherheitslage im Land: Früher richteten sich die Anschläge eher gegen Armee-Stützpunkte, jetzt haben sich die Attacken auf die Zivilbevölkerung ausgeweitet. Und sogar am Strand, wo sonst Familien, Freunde und Studenten friedlich den Tag ausklingen lassen, ist man nicht mehr sicher. 200 Meter von meiner Wohnung in Trincomalee entfernt, explodierte am Montag eine Granate. Kurz darauf fuhr eine bewaffnete Gruppe auf der Uferpromenade entlang und erschoss sechs Studenten. Seitdem, so Paech, halte die Gewalt an. Im Umland von Trincomalee komme es immer wieder zu Anschlägen und Schießereien.
Paech, die sich derzeit in Colombo aufhält, plant trotzdem am Wochenende nach Trincomalee zurückzukehren. Die ermordeten Studenten seien, nachdem es Schwierigkeiten bei der Freigabe der Leichen gegeben habe, heute bestattet worden. Ich gehe davon aus, dass es jetzt ruhiger wird, so Paech, die im Osten Sri Lankas unter anderem für das vom FC Bayern München finanzierte Wiederaufbauprojekt des Dorfes Seenanveli verantwortlich ist.
Elf Mitarbeiter von Malteser International, darunter sechs Deutsche, betreuen in Sri Lanka 20 Projekte mit einem Gesamtvolumen von mehr als fünf Millionen Euro. Die Projekte befinden sich in den vom Tsunami am stärksten betroffenen Regionen an der Nord-, Ost- und Südküste. Um eine sozial und regional gerechte Verteilung der Hilfe zu gewährleisten, arbeitet Malteser International mit Kooperationspartnern aus den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen zusammen. Programmschwerpunkte sind: Wiederaufbau von Häusern, Behinderten- und Kinderheimen sowie Waisenhäusern. Zudem organisiert Malteser International Ausbildungs- und Einkommen schaffende Maßnahmen sowie psychosoziale Begleitung von traumatisierten Tsunami-Opfern.
Quelle und Kontaktadresse:
Malteser Hilfsdienst e.V.
Dr. Claudia Kaminski, Pressesprecherin
Kalker Hauptstr. 22-24, 51103 Köln
Telefon: (0221) 9822111, Telefax: (0221) 9822119
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