"Sofortprogramm Altenpflege" ist überfällig
(Berlin) - Vor Beginn einer bundesweiten Aktionswoche hat die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein umfassendes Sofortprogramm zur Zukunftssicherung der Altenpflege gefordert. Wachsender Pflegebedarf auf der einen und die hohe Belastung der Beschäftigten auf der anderen Seite erforderten eine umfassende und nachhaltige Lösung. "Es muss mehr Geld ins System, das zielgerichtet für bessere Personalausstattung und Bezahlung eingesetzt werden muss. Diese Mehrkosten lassen sich durch die Einführung der Bürgerversicherung aufbringen", stellte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke klar. Am Montag, dem 21. September 2009, beginnt die bundesweite Aktionswoche "Altenpflege in Bewegung", bei der Gewerkschaft und Beschäftigte auf die Situation von Pflegebedürftigen und Beschäftigten aufmerksam machen.
Im Mittelpunkt eines Sofortprogramms müsse eine bedarfsgerechte Personalausstattung mit planbarer Arbeits- und Freizeit stehen. Dies entlaste die Beschäftigten und verbessere die Qualität der Pflege, sagte Paschke. Gleichzeitig müsse sich die hohe öffentliche Wertschätzung der Pflegearbeit endlich auch in der Bezahlung
ausdrücken: "Minimalpflege nach den Motto 'Hauptsache satt, sauber und billig' muss ein Ende haben", bekräftigte Paschke.
Zudem gelte es, die Rahmenbedingungen für die Ausbildung von Pflegekräften zu verbessern. Neben deutlich attraktiveren Arbeitsbedingungen müsse das in einigen Bundesländern noch übliche Schulgeld für Pflegeschulen wegfallen. Deren Finanzierung sei Ländersache. Die praktische Ausbildung solle zudem durch eine Umlagefinanzierung sichergestellt werden. "Betriebe, die nicht ausbilden, zahlen eine Umlage. Wer ausbildet, erhält Geld aus diesem Topf", sagte Paschke. Nur so lasse sich der sich abzeichnende Fachkräftemangel wirkungsvoll bekämpfen.
Die ver.di-Aktionswoche "Altenpflege in Bewegung" findet vom 21. September bis zum 25. September 2009 bundesweit statt. Dazu sind zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen geplant.
Veranstaltungshinweise unter
https://gesundheit-soziales.verdi.de/-/zN0
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
Pressestelle
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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