Pressemitteilung | Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V. (FVDZ)
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Sommertheater um Zahnersatz-Absicherung / Freier Verband schlägt Abschaffung der Versicherungspflicht für Zahnersatz vor

(Bonn) - Der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, Dr. Wilfried Beckmann, äußerte sein Unverständnis über die aktuelle Diskussion um die Zusatzversicherung für den Zahnersatz ab 2005: "Das Ergebnis des Gesetz gewordenen politischen Kompromisses im Sommer vergangenen Jahres war die Einführung zweier alternativer separater Pflichtversicherungs-Systeme für den Zahnersatz. Damit war klar, dass höhere Verwaltungskosten entstehen werden, die der Versicherte allein zu tragen haben wird, da die Arbeitgeber per Gesetz aus der Finanzierung ausscheiden. Politiker, die sich jetzt über die administrativen Probleme aufregen und sich über unvertretbar hohe Verwaltungskosten echauffieren, sind entweder naiv oder halten die Bevölkerung für dumm. Alle, die sich jetzt aufregen, haben im Bundestag für das Gesetz gestimmt."

Besonders traurig, so Beckmann weiter, sei es, wenn jetzt Politiker darstellen, man müsse neue Vereinbarungen treffen, damit die Krankenkassen das Gesetz umsetzen. Dies sei ein "rechtsstaatliches Armutszeugnis". Krankenkassen seien Körperschaften öffentlichen Rechts und hätten nach geltendem Recht zu handeln. Sie seien keine politischen Interessenvertretungen.

Als Lösungsmöglichkeit schlägt Beckmann die Abschaffung der Versicherungspflicht für Zahnersatz vor: "Dadurch reduziert sich der Krankenkassenbeitrag für die Versicherten. Wer möchte, kann in beliebigem Umfang das Risiko der Zahnersatzbehandlungs-Kosten privat absichern. Die Empfänger von sozialen Transfer-Leistungen erhalten den eingesparten Betrag ausgezahlt. Das ist einfach und zweckmäßig, funktioniert u.a. in der Schweiz seit Jahrzehnten und seit einigen Jahren ebenfalls in den Niederlanden."

Wenn man sich zur Ausgliederung des Zahnersatzes aus der solidarisch finanzierten gesetzlichen Krankenversicherung mit dem neuen Gesetz bekenne, solle man klare einfache Regelungen treffen. Es sei an der Zeit, dass die Regierung nach LKW-Maut, Flaschen-Pfand und anderen bürokratischen Katastrophen zeige, dass es auch einfacher und ohne Bürokratie gehe.

Quelle und Kontaktadresse:
Freier Verband Deutscher Zahnärzte e.V. Mallwitzstr. 16, 53177 Bonn Telefon: 0228/85570, Telefax: 0228/347967

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