Pressemitteilung | Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU)

Sozialpolitische Tagung der IG BAU: Rente mit 67 ist zu spät!

(Frankfurt am Main) - Die gesetzliche Rentenversicherung ist eine der zentralen Achsen unseres sozialen Sicherungssystems. Deshalb ist Berechenbarkeit und langfristiges Vertrauen so wichtig für die Rente. „Von der Zukunft der Rentenversicherung hängt es ab, ob wir im Alter in Würde leben können“, erklärt Annelie Buntenbach, sozialpolitische Expertin der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) vor Hunderten von Gewerkschaftern in der Dortmunder Westfalenhalle.

Die IG BAU hält deshalb ihren wiederholt erklärten Widerstand gegen die Pläne der Regierung für ein Heraufsetzen des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 aufrecht. „Für Bauarbeiter sind die Pläne eine Katastrophe. Auch das Versprechen einer Rente mit 65 bei 45 Beitragsjahren kann zu einer Mogelpackung werden“, rechnet IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel vor. „Denn bisher war jeder dritte wegen Winterarbeitslosigkeit nur acht Monate im Jahr beschäftigt.“ Zeiten der Arbeitslosigkeit zählen, liest man den Koalitionsvertrag genau, aber nicht mit.

Altersarmut wäre durch die Rente mit 67 vorprogrammiert. Denn wer mit 50 arbeitslos ist und keine Arbeit mehr findet, muss alle Ersparnisse aufbrauchen und steht im Alter vor dem Nichts. „Was der Sozialminister plant, ist nur ein unsozialer Verschiebebahnhof in Arbeitslosigkeit und Armut“, prangert Annelie Buntenbach an.

Die Rentenkassen wären damit noch lange nicht saniert - es geht nur um 0,3 bis 0,5 Beitragssatzpunkte -, aber der soziale Schaden wäre immens. Statt einseitig Leistungen zu kürzen schlägt die IG BAU deshalb vor, das System zu reformieren, d.h. die Sozialversicherung auf eine breitere Basis zu stellen. Pläne hierzu liegen in Form eines Rentenkonzepts der IG BAU bereits vor.

Quelle und Kontaktadresse:
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesvorstand Sigrun Heil, Leiterin, Pressestelle Olof-Palme-Str. 19, 60439 Frankfurt am Main Telefon: (069) 95737-0, Telefax: (069) 95737-800

(sk)

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