Pressemitteilung | Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK)
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Spritpreiskrise: ZDK fordert Ende der CO2-Doppelbelastung beim Diesel

(Berlin) - Angesichts des heutigen Energiepreisgipfels bei Bundesfinanzminister Klingbeil fordert der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) eine gezielte Entlastung für gewerblich genutzte Fahrzeuge. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Spritpreiskrise spricht sich der ZDK für eine Rückerstattung von 15 bis 17 Cent pro Liter Dieselkraftstoff für mautpflichtige Fahrzeuge über 3,5 Tonnen aus.

„Die doppelte CO₂-Belastung ist weder fair noch wirtschaftlich tragfähig. Gewerbliche Fahrzeuge zahlen den CO₂-Preis sowohl über die Lkw-Maut als auch an der Zapfsäule – das treibt die Kosten massiv in die Höhe“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn. „Diese Mehrbelastung trifft Betriebe unmittelbar und kommt am Ende auch bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern an. Eine Rückerstattung beim Diesel würde hier schnell und spürbar entlasten.“

Die CO₂-Komponente der Lkw-Maut belastet je nach Fahrzeugklasse erheblich: Bei Euro-6-Fahrzeugen liegt sie laut ZDK zwischen 7,4 Cent pro Kilometer für 3,5-Tonner und 15,8 Cent pro Kilometer für 40-Tonner – das entspricht 7,40 bis 15,80 Euro auf 100 Kilometer. Eine Rückerstattung von 15 bis 17 Cent pro Liter Diesel würde gemäß den Erhebungen des ZDK eine spürbare Entlastung bringen: Ein 40-Tonner mit einem Verbrauch von rund 25 Litern pro 100 Kilometer würde um etwa 4 Euro je 100 Kilometer entlastet (rund 25 Prozent). Kleinere Transporter mit etwa 8 Litern Verbrauch pro 100 Kilometer könnten rund 1,20 Euro je 100 Kilometer einsparen (etwa 15 Prozent).

Von einer solchen Entlastung würden nicht nur Transport- und Kfz-Betriebe profitieren. Auch Handwerk, Mittelstand und letztlich Verbraucherinnen und Verbraucher würden durch stabilere Preise entlang der Lieferketten spürbar entlastet. Gleichzeitig würde die Maßnahme Investitionsspielräume für moderne und klimafreundlichere Fahrzeugflotten eröffnen.
„Es ist höchste Zeit, die doppelte CO₂-Belastung zu beenden. Wer jetzt entlastet, stabilisiert Betriebe, sichert Versorgung und schützt Verbraucher vor weiter steigenden Preisen“, so Peckruhn.

Quelle und Kontaktadresse:
Zentralverband Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK), Andreas Cremer, Pressesprecher(in), Franz-Lohe-Str. 21, 53129 Bonn, Telefon: 0228 91270

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