Pressemitteilung | Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD)
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Statistisches Bundesamt veröffentlicht Verkehrsopferzahlen 2006 / Jeden Tag 14 Tote auf der Straße / Verkehrsminister Tiefensee hält Tempolimit dennoch für überflüssig

(Berlin) - Anlässlich der heute (23. Februar 2007) vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen zu Verkehrsunfällen und -opfern kritisiert der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD) Wolfgang Tiefensees jüngste Absage an ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen scharf. Immerhin kämen rund zwölf Prozent aller im Verkehr Getöteten auf Autobahnen ums Leben. Zu hohe Geschwindigkeit und extreme Geschwindigkeitsunterschiede spielten dabei eine maßgebliche Rolle. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2006 auf Deutschlands Straßen 5094 Personen getötet. Das waren zwar fünf Prozent weniger Tote als 2005. Trotzdem verloren im vergangenen Jahr immer noch täglich durchschnittlich 14 Menschen im Straßenverkehr ihr Leben.

Hermann-Josef Vogt vom VCD-Bundesvorstand: „Es ist zwar erfreulich, dass die Zahl der im Verkehr Getöteten insgesamt weiter sinkt. Diese Entwicklung geht aber viel zu langsam voran. Es kann und muss viel mehr unternommen werden. So gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund, warum die Geschwindigkeit auf Autobahnen noch immer unbegrenzt ist. Ein Tempolimit bringt mehr Sicherheit, einen besseren Verkehrsfluss und erhebliche Verbrauchsreduzierungen. Deswegen fordern wir ein maximales Tempo von 120."

Darüber hinaus müsste 90 km/h auf Landstraßen und innerorts als Regelgeschwindigkeit 30 km/h gelten. Um die Zahl der Verkehrstoten so schnell wie möglich zu reduzieren, forderte der VCD zudem ein Gesamtkonzept für mehr Verkehrssicherheit im Sinne von »Vision Zero - Null Verkehrstote«. Dieses müsse konkrete Minderungsziele für die Verkehrsopferzahlen und Maßnahmen wie ein totales Alkoholverbot für alle Autofahrer und eine bessere Überwachung von bekannten Unfallschwerpunkten und Landstraßen beinhalten.

Quelle und Kontaktadresse:
Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD), Bundesverband Almut Gaude, Pressesprecherin Kochstr. 27, 10969 Berlin Telefon: (030) 2803510, Telefax: (030) 28035110

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