Straßenbau ohne Hitze: Technologie macht Verkehrswege zu langfristigen Kohlenstoffspeichern / Start-up Ensotech-Global bringt CO₂-negative, kalt verarbeitbare und hergestellte Systemlösung ins solid UNIT Netzwerk
(Berlin) - Straßenbau gilt als energieintensiv und emissionsreich. ENSOTECH zeigt, dass es auch anders geht – und wird neues Mitglied im Innovationsnetzwerk solid UNIT. Das Start-up hat mit EnsoPave eine CO₂-negative, kalt verarbeitbare und hergestellte Systemlösung entwickelt, die Verkehrsflächen emissionsarm realisiert und gleichzeitig biogen gebundenen Kohlenstoff langfristig im Straßenkörper speichert.
Der technologische Kern ist ein wasserbasiertes, hochmodifiziertes Bindemittelsystem, das vollständig ohne thermischen Energieeintrag verarbeitet wird. Anstelle energieintensiver Heißmischverfahren kommt ein neuartiger Systemansatz zum Einsatz, der mineralische Komponenten mit CO₂-bindender Biokohle kombiniert.
Die Biokohle übernimmt dabei eine Doppelfunktion: Sie wirkt als dauerhafte Kohlenstoffsenke und trägt gleichzeitig aktiv zur strukturellen Festigkeit des Baustoffs bei.
Durch die kalte Herstellung und Verarbeitung entfallen energieintensive Trocknungs- und Erhitzungsprozesse. Das reduziert Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette signifikant. In Kombination mit dezentraler Herstellung und optimierter Logistik können Transport- und Prozess-Emissionen erheblich gesenkt werden. Gleichzeitig ermöglicht das System die Integration hoher Anteile von recyceltem Asphalt (RAP) sowie weiterer mineralischer Recyclingmaterialien. Bestehende Straßen lassen sich dadurch ressourcenschonend sanieren und stofflich aufwerten.
ENSOTECH arbeitet bereits mit internationalen Partnern auf mehreren Kontinenten in unterschiedlichen Regionen und Klimazonen zusammen. Mehrere Pilotprojekte wurden unter variierenden klimatischen, geotechnischen und verkehrlichen Bedingungen erfolgreich abgeschlossen und technisch validiert. Weitere Anschlussprojekte befinden sich bereits in konkreten Verhandlungen. Das Ziel: klimapositive Straßenbautechnologie weltweit skalierbar zu etablieren und Infrastruktur systematisch als Kohlenstoffsenke in die globale Dekarbonisierungsstrategie zu integrieren.
„Mit ENSOTECH gewinnt unser Netzwerk ein weiteres Start-up, das zeigt, wie Innovation und Klimaschutz im Infrastrukturbereich konkret zusammenfinden“, sagt Thomas Zawalski, Geschäftsführer von solid UNIT. „Die CO₂-negative Kalttechnologie hat das Potenzial, den Straßenbau strukturell zu verändern.“
„Wir freuen uns sehr, Teil von solid UNIT zu sein und unsere Expertise in die Netzwerkarbeit einzubringen. Unsere Mission ist es, Infrastruktur zu einem aktiven Hebel für den Klimaschutz zu machen“, erklärt ENSOTECH-Geschäftsführer Tobias Leutert. „Mit EnsoPave verwandeln wir Straßen erstmals in dauerhafte Kohlenstoffspeicher – nicht als Vision, sondern als real einsetzbare Technologie. Je nach Projektkonfiguration kann eine negative Netto-CO₂-Bilanz erreicht werden. Für uns ist klar: Dekarbonisierung im Infrastrukturbau ist keine Option, sondern eine Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen.“
solid UNIT vernetzt Akteure aus Bauwirtschaft, Baustoffindustrie, Wissenschaft, Forschung, Kammern und Start-ups. Ziel ist es, Innovationen im Massivbau voranzutreiben und den Wissenstransfer zwischen Forschung, Praxis und Politik zu stärken.
Quelle und Kontaktadresse:
solid UNIT e.V., Kristine Hebenstreit, Referent(in) Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kronenstr. 55-58, 10117 Berlin, Telefon: 030 20314-562
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