Streiks im Weihnachtsgeschäft haben begonnen
(Berlin) - Zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts weitet die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ihre Streikaktionen im Einzelhandel deutlich aus. Alleine in Mainz beteiligten sich rund 4.000 Beschäftigte aus vier Bundesländern an einer zentralen Streikkundgebung: "Die Verkäuferinnen haben es sich nicht leicht gemacht, ihren Arbeitskampf auch in der Adventszeit in die Geschäfte zu tragen. Aber das Beharren ihrer Arbeitgeber darauf, sie die Rechnung für die verlängerten Ladenöffnungszeiten zahlen zu lassen, lässt ihnen keine andere Wahl", sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Mönig-Raane. Daher folgten heute (30. November 2007) mehr als 10.000 Beschäftigte in acht Bundesländern dem ver.di-Aufruf und legten ihre Arbeit nieder. In der kommenden Woche würden weitere Bundesländer mit in die Streiks einbezogen und die Zahl der Streikenden erneut spürbar steigen.
Mönig-Raane forderte die Einzelhandelsarbeitgeber auf, "eine weitere Eskalation zu vermeiden und möglichst schnell mit einem verhandlungsfähigen Angebot die Gespräche wieder aufzunehmen, damit auch alle Weihnachtsgeschenke zur rechten Zeit unterm Baum liegen und die Verbraucher nicht zu sehr unter der Auseinandersetzung leiden müssen."
ver.di führt in allen Bundesländern autonome Tarifverhandlungen für die rund 2,6 Millionen Beschäftigten im Einzelhandel. Die jeweiligen Forderungen liegen zwischen 4,5 und 6,5 Prozent. Überall sollen die Zuschläge für Spät- und Wochenendarbeit erhalten beziehungsweise ausgebaut werden. Außerdem fordert ver.di in den meisten Ländern ein Mindesteinkommen in Höhe von 1.500 Euro.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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