Pressemitteilung | k.A.
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Strom-Regelzonen schnellstens zusammenlegen / Nur eine Regelzone notwendig

(Essen) - Fast 500 Millionen Euro* kostet die Stromkunden jährlich die fehlende Abstimmung der Stromnetzbetreiber. Diese Kosten könnten durch eine koordinierte Beschaffung von Regelenergie gemindert werden, so der VIK, die Interessenvertretung der industriellen und gewerblichen Energiekunden. Bisher haben die vier Regelzonenbetreiber EnBW, EON, Vattenfall und RWE ihre Netze unabhängig voneinander gesteuert. Dabei verpflichtet sie das Energiewirtschaftsgesetz bereits seit 2005 zu einer Zusammenarbeit. Dieses unkoordinierte Vorgehen führt oftmals dazu, dass in einer Regelzone zur Haltung der Frequenz ein Kraftwerk hochgefahren und in einer anderen Regelzone zeitgleich ein Kraftwerk heruntergefahren wurde. Jeden dieser Vorgänge müssen die Stromkunden über die Netzentgelte teuer bezahlen.

Vor diesem Hintergrund ist jede Zusammenarbeit der Netzbetreiber, die diese Situation verbessert, begrüßenswert. Die entsprechende Ankündigung der drei großen Netzbetreiber EnBW, EON und Vattenfall unterstreicht zudem, trotz ihrer jahrelangen gegenteiligen Behauptungen, dass es möglich ist, die Stromnetze gemeinsam zu steuern. Was von dem RWE-Angebot, den Betrieb nur einer deutschen Regelzone zu übernehmen, noch einmal unterstrichen wird! Bedauerlicherweise geben die veröffentlichten Informationen zum Vorhaben von EnBW, EON und Vattenfall keinen Hinweis darauf, ob das „Dreier“-Vorhaben aus Stromnetzkundensicht wirklich ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung ist. Klare Regelungen, die zumindest das Gegeneinanderegeln in den drei Regelzonen von EnBW, EON und Vattenfall vermeiden sollen, sind bisher nicht veröffentlicht.

Gute Gründe für die Bundesnetzagentur, nun genau zu prüfen und mit Hochdruck das Ziel einer Regelzone anzusteuern.

* Ein LBD-Gutachten für das Jahr 2007 schätzt die Kosten auf ca. 494 Mio. Euro.

Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft Pressestelle Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430

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