Strompreis immer für eine Überraschung gut! / Trotz höchster Preise geht die Steigerung mit Rekordtempo weiter
(Essen) – Die Preise für das Produkt Strom sind in jüngster Zeit durch eine nicht nachvollziehbare Explosion auf allerhöchstem Niveau weiter gestiegen. Im Zwölf-Monats-Vergleich liegt der VIK-Strompreisindex* im Januar 2006 mit 165,25 Punkten um 35 Prozent über dem Vorjahreswert. Allein der für den Strompreis von Industrie und Gewerbe heute (11. Januar 2006) ausschlaggebende Preis an der Leipziger Strombörse EEX hat sich in den letzten sechs Wochen für eine Lieferung im Kalenderjahr 2007 um abenteuerliche 19,5 Prozent von 44,16 Euro/MWh auf 52,75 Euro/MWh erhöht, so der VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft.
Diese Entwicklung zeigt deutlich, wie sehr sich der reale deutsche Strommarkt von einem funktionierenden Wettbewerbsmarkt und einer gleichgewichtigen Bedeutung von Angebot und Nachfrage unterscheidet. Denn obwohl die Brennstoffpreise keinerlei nennenswerten Steigerungen unterlegen waren und auch von Seiten der industriellen und gewerblichen Stromkunden keine verstärkte Nachfrage den Markt unter Druck gesetzt hat, steigen die Preise rasant.
Um dieser Entwicklung etwas entgegen zu setzen, muss die Bundesnetzagentur so schnell wie möglich ihren Teil zur Öffnung der Stromnetze beitragen und die Netzentgelte streng kontrollieren sowie jedwede Wettbewerbseinschränkung sofort beseitigen. Daneben ist die Bundesregierung dringend gefordert, dem engen Stromoligopol entgegen zu wirken.
* Der VIK-Index spiegelt die Entwicklung des Strompreises für große Kunden und basiert auf der Börsenpreisentwicklung und den Netzentgelten, Grundlage für die Berechnung des VIK-Strompreisindexes sind die Preise der folgenden vier Quartale an der Strombörse EEX in Leipzig und Netznutzungsentgelte für verschiedene Abnahmeverhältnisse von Mittelspannungskunden. Eine Gewichtung der Base- und Peakanteile erfolgt nach für Industrieunternehmen typischen Jahresbenutzungsstunden zwischen 3.000 und 6.000 h/a, wobei der Peakanteil bei steigenden Benutzungsstunden sinkt und der Baseanteil überwiegt.
Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.
Roland Schmied, Pressesprecher
Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen
Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430
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