Strompreise gefallen, aber CO2-Einpreisung geht weiter
(Essen) Mit Bekanntwerden erheblicher CO2-Zertifikatsüberschüsse in verschiedenen EU-Ländern haben die CO2-Zertifikatspreise und damit auch die Strompreise einen starken Dämpfer erhalten. Das ist gut so. Der Teufelskreis der Einpreisungspraxis der kostenlos zugeteilten CO2-Zertifikate ist dadurch aber nicht durchbrochen. Dem muss für die Zukunft endgültig ein Riegel vorgeschoben werden. Eine Wiederholung des CO2-bedingten Strompreisanstiegs ist sonst sicher wie das Amen in der Kirche. Die vorgesehene Verschärfung der Klimapolitik gegenüber den Versorgern wird dann zu noch höheren Preisen führen, so der Geschäftsführer des VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft, Dr. Alfred Richmann.
Die bisherige Entwicklung des CO2-Emissionshandels mit seinen fatalen Folgen für den Strompreis hat den Stromkunden Finanzkraft im Umfang von einigen Milliarden Euro entzogen. Wie wir jetzt sehen: Auf Basis einer gar nicht bestehenden, sondern nur angenommenen CO2-Zertifikats-Knappheit. Wer hat diese Knappheit verursacht, wer kommt für die Schäden auf? Fragen, die geklärt werden müssen! Eine unveränderte Beibehaltung des CO2-Emissionshandelssystems mit den weiterhin drohenden großen Strompreisschüben gefährden unverändert viele Arbeitsplätze in energiekostensensiblen Unternehmen. Die markt¬beherrschende Stellung der Stromunternehmen durch ungerechtfertigte Windfall Profits würde weiter ausgebaut. Das muss verhindert werden.
Auch wenn die Zeit der CO2-Knappheitsspekulation und damit der Erwartung immer weiter steigender Strompreise im Moment unterbrochen zu sein scheint. Dies hat nur zu einer Verschnaufpause der Strompreise geführt und dies auf immer noch höchstem Niveau. Der heutige Preis für Grundlastlieferungen an der Leipziger Börse liegt immer noch bei 49 Euro/MWh und damit mehr als doppelt so hoch wie etwa die Vollkosten für 80 Prozent des von RWE produzierten Stroms, die das Unternehmen selbst mit 24 Euro/MWh angibt. Die Gewinne, verursacht durch die Marktbeherrschung eines engen Olipopols also fehlenden Strom-Wettbewerbs , sind durch den jüngsten Preissturz nicht angetastet.
Quelle und Kontaktadresse:
VIK Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V.
Roland Schmied, Pressesprecher
Richard-Wagner-Str. 41, 45128 Essen
Telefon: (0201) 810840, Telefax: (0201) 8108430
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