Pressemitteilung | Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V. (BDTA)

Tabakwaren-Fachhandel benötigt 400 Millionen Euro für gesetzlich vorgeschriebene Jugendschutzinvestitionen / Deutlicher Anstieg der Zigarettenpreise bei steigender Tabaksteuer unvermeidlich

(Berlin) - 300-400 Millionen Euro wird die Umrüstung von über 600.000 Zigarettenautomaten auf GeldKarte den Tabakwaren-Fachgroßhandel in den nächsten Jahren kosten. Brechen nun - neben den durch die Tabaksteuererhöhung erwarteten Absatzeinbußen - erneut die Handelsmargen ein, würde dies die deutschen Tabakwarengroßhändler handlungsunfähig machen. Der Hintergrund: Bis Ende 2006 müssen alle Zigarettenautomaten laut neuem Jugendschutzgesetz mit einer Jugendschutzvorrichtung versehen sein, die verhindert, dass unter 16jährige dort Zigaretten kaufen können. Alle Zigarettenautomaten werden aus diesem Grund mit GeldKarte-Lesegeräten ausgestattet.

Bereits die hohen Umrüstkosten für die Automaten im Vorfeld der Euro-Einführung haben die Kapitalreserven des Fachhandels stark angegriffen. Mit den 2002 und 2003 wirksam gewordenen Tabaksteuererhöhungen wurden dem Handel zudem rund 25 Prozent seiner Spanne entzogen, da der erhöhte Steueranteil nicht voll auf den Konsumenten überwälzt werden konnte. Peter Lind, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V.: "Der Fachhandel braucht dringend eine Margenverbesserung in Verbindung mit der Tabaksteuererhöhung. Denn sinkt die Handelsspanne erneut, würde der Handel in doppelter Weise stranguliert: kostenintensive gesetzliche Auflagen durch Euro-Einführung und Jugendschutz auf der einen und gleichzeitige Einbrüche bei Marge und Absatz auf der anderen Seite; das kann kein Unternehmen mittelfristig überleben."

Quelle und Kontaktadresse:
Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller e.V. Stadtwaldgürtel 44, 50931 Köln Telefon: 0221/400700, Telefax: 0221/4007020

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