Pressemitteilung | ASA e.V. - Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung

„Tag der Umwelt 2025: „Unser Wasser wertschätzen“ – ASA ruft dazu auf, Kreislaufwirtschaft nicht nur als Abfallentsorgung, sondern als aktiven Beitrag zum Schutz unserer Lebensgrundlagen zu begreifen“

(Ennigerloh) - Die Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung e.V. (ASA) begrüßte am Dienstag den Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier sowie den Ennigerloher Bürgermeisterkandidaten Marc Berendes zu einem intensiven Austausch über die aktuellen Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der stoffspezifischen Abfallbehandlung. Im Rahmen des Besuchs nahm auch Dirk Aufderheide, Strategischer Einkäufer für Sekundärbrennstoffe bei Heidelberg Materials AG und selbst in der Lokalpolitik tätig, an dem Austausch teil.

Im Mittelpunkt des Besuchs standen aktuelle Themen wie die Stärkung des Recyclings, Brände und ihre Ursachen in Abfallbehandlungsanlagen sowie die Bedeutung hochwertiger Ersatzbrennstoffe aus der mechanisch-biologischen Abfallbehandlung.

„Die ASA leistet einen wichtigen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft. Unsere Aufgabe als politische Vertreter ist es, dafür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen – damit Recycling effizient funktioniert, Ressourcen geschont und nachhaltiges Wirtschaften gesichert wird“, betont Daniel Hagemeier, MdL. „Besonders beim Brandschutz brauchen wir praktikable und finanzierbare Lösungen. Die zunehmenden Brände – oft verursacht durch falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus, – zeigen den akuten Handlungsbedarf. Neben gesetzlichen Maßnahmen ist auch gezielte Öffentlichkeitsarbeit entscheidend, um die Bevölkerung besser zu sensibilisieren.“

Diese Sorge teilt auch die ASA: Die Zahl der Brände in Abfallbehandlungsanlagen ist in den vergangenen Wochen und Monaten bundesweit deutlich gestiegen – ein Trend, der nicht nur Betreiber, sondern auch Bürgerinnen und Bürger zunehmend beunruhigt. Viele ASA-Mitglieder engagieren sich bereits mit umfangreichen Informationskampagnen, um auf die Gefahren infolge unsachgemäßer Entsorgung aufmerksam zu machen. Die ASA appelliert deshalb erneut an die Politik, Verbraucher und Hersteller, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Täglicher Begleiter der Betreiber stoffstromspezifischer Anlagen und der Geschäftsstelle der ASA ist auch aktuell die Sorge, dass die Anzahl der Brände in Abfallbehandlungsanlagen in den letzten Wochen und Monaten bundesweit rapide zugenommen hat. Mit dieser Sorge ist die ASA nicht allein, auch die Bürgerinnen und Bürger zeigen sich über die rasante Entwicklung besorgt. Viele ASA-Mitglieder sind hierzu bereits mit umfangreichen Aufklärungskampagnen in den Medien präsent. Die ASA appelliert deshalb erneut dringend an Politik, Verbraucher und Hersteller, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. „Batterien sind heute in nahezu allen Alltagsprodukten verbaut – von Spielzeugen über Kleidung bis hin zu Möbeln. Durch die Allgegenwärtigkeit von Batterien und Akkus ist für Verbraucherinnen und Verbraucher oft nicht einmal erkennbar, ob und wo sich eine Batterie im Produkt befindet. Damit geht ein hohes Risiko der unsachgemäßen Entsorgung einher – mit potenziell gefährlichen Folgen für Mensch, Umwelt und Infrastruktur.“ erläutert Katrin Büscher, Geschäftsführender Vorstand der ASA mit Nachdruck.

Die Herausforderungen für Betreiber stoffstromspezifischer Abfallbehandlungsanlagen gehen jedoch weit über den Brandschutz hinaus. Ein zentrales Thema ist derzeit die Einstufung der Abfallwirtschaft als kritische Infrastruktur. Damit verbunden sind umfangreiche Anforderungen, insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit, um Anlagen vor Cyber-Angriffen zu schützen und die Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Denn nur wenn Abfälle krisensicher und zeitnah verwertet werden, lassen sich negative Auswirkungen auf Stadthygiene, Umwelt und Bevölkerung vermeiden.

„Diese komplexen Anforderungen machen deutlich, wie anspruchsvoll das Alltagsgeschäft in der Abfallbehandlung ist“. Marc Berendes, Bürgermeisterkandidat für die Stadt Ennigerloh, unterstreicht die Bedeutung politischer Aufmerksamkeit: „Die Betreiber stoffstromspezifischer Behandlungsanlagen sehen sich täglich mit vielfältigen Aufgaben konfrontiert. Jede und jeder politisch Verantwortliche sollte sich ein persönliches Bild von den Gegebenheiten vor Ort machen. Die Wertschöpfung, allein durch den Entsorgungsverbund mit rund 260 Arbeitsplätzen, ist wichtig und muss aufrechterhalten werden.“

Ein zentraler Baustein dieser Wertschöpfung ist die mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage, die nicht nur ökologische Standards sichert, sondern auch die Zementindustrie zuverlässig mit hochwertigen Sekundärbrennstoffen versorgt. Für die lokal ansässigen Zementwerke ist diese Verbindung von großer Bedeutung – auch für Unternehmen wie Heidelberg Materials AG, die auf stabile und qualitätsgesicherte Lieferketten angewiesen sind.

„Für uns als Industriepartner ist die Qualität und Verfügbarkeit von Sekundärbrennstoffen mit hohem biogenem Anteil aus MBA-Anlagen ein wichtiger Faktor. Die ASA spielt hier eine wichtige Rolle, um die Schnittstelle zwischen Abfallwirtschaft und industrieller Verwertung weiter zu professionalisieren“, erklärt Dirk Aufderheide, Strategischer Einkäufer für Sekundärbrennstoffe bei Heidelberg Materials AG.

Der Besuch bei der ASA hat deutlich gemacht, wie vielfältig und anspruchsvoll die Aufgaben in der stoffspezifischen Abfallbehandlung sind – von Brandschutz und IT-Sicherheit über die Versorgung der Industrie mit Sekundärbrennstoffen bis hin zur Aufklärung über Gefahren durch falsch entsorgte Batterien. Die enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ist dabei unerlässlich.

Die Beteiligten sind sich einig: „Ein beständiger Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Entsorgungsbranche und Bürgerinnen und Bürgern trägt dazu bei auf allen Ebenen die Kreislaufwirtschaft zielorientiert voranzubringen und unsere Umwelt nachhaltig zu schützen und Ressourcen zu schonen.“

Quelle und Kontaktadresse:
ASA e.V. - Arbeitsgemeinschaft Stoffspezifische Abfallbehandlung, Westring 10, 59320 Ennigerloh, Telefon: 02524 9307-180

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