Tarifabschluss bei IBM
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die IBM Deutschland GmbH haben sich nach zweieinhalb Monaten Verhandlungen auf ein umfassendes Tarifpaket mit einem Gesamtvolumen von zwei Prozent geeinigt. Danach werden die Tarifgehälter der rund 15.000 Beschäftigten ab 1. Juni 2004 um 1,5 Prozent erhöht und eine Pauschale von durchschnittlich 210 Euro gezahlt. "Das Paket ist den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angemessen", bewertete ver.di-Verhandlungsführer Rolf Schmidt das Ergebnis.
Als besonderen Erfolg werte man bei ver.di, dass es gelungen sei, die Zahl der Ausbildungsplätze um 13 Prozent zu erhöhen und darüber hinaus tausend Praktikumsplätze für Studierende zu schaffen, wobei vor allem Frauen berücksichtigt werden sollen. "Hier wird das Versprechen, mehr Ausbildung anzubieten, mit Leben erfüllt", betonte Schmidt.
ver.di sei es zudem gelungen, Tarifstandards wie die betriebliche Sonderzahlung zu erhalten und die materiellen Beschäftigungsbedingungen zu verbessern. "IBM wollte den allgemeinen Trend nutzen, um tarifliche Mindeststandards abzusenken", sagte Schmidt. "Das haben wir erfolgreich abgewendet."
Der Tarifabschluss sieht ferner eine Verlängerung des Altersteilzeittarifvertrages bis Ende 2006 vor. Gleichgeschlechtliche eingetragene Lebenspartnerschaften erhalten künftig in den relevanten Tarifverträgen die gleichen Rechtsansprüche wie Ehepaare. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 12 Monaten.
"Wir werden nun darüber verhandeln, den Tarifabschluss auch auf die anderen Konzerngesellschaften für die restlichen rund 10.000 Beschäftigten der IBM zu übertragen", erklärte Schmidt.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V.
Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin
Telefon: 030/69560, Telefax: 030/69563956
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