Tarifdiktat der VKA-Arbeitgeber provoziert Dauerstreiks / Ärzte-Tarifvertrag nur mit alleiniger Unterschrift Marburger Bund
(Berlin) - Der Marburger Bund hat heute (27. Juli 2006) in Berlin die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) vor einem Tarifdiktat gewarnt und gleichzeitig unbefristete Dauerstreiks angekündigt. VKA und ver.di versuchten, offensichtlich ohne Beteiligung der Ärzte einen neuen Tarifvertrag für Krankenhäuser abzuschließen, der auch die Arbeitsbedingungen und Arbeitszeiten der Ärzte neu regeln soll. Der Marburger Bund solle aus den Tarifverhandlungen zu einem arztspezifischen Tarifvertrag ausgebootet werden.
Dr. Frank Ulrich Montgomery, 1. Vorsitzender des Marburger Bundes: Ich warne die Arbeitgeber davor, zu glauben, man könne die Tarifauseinandersetzung im Krankenhaus durch Verträge mit nicht legitimierten Gewerkschaften aus der Welt schaffen. Das Gegenteil ist der Fall. Wer versucht, die Ärzte mit einem solchen Surrogat-Tarifvertrag zu übertölpeln, legt die Lunte ans Pulverfass des Tarifkonfliktes. Aus den einzelnen Streiks und Demonstrationen kann schnell der Flächenbrand eines bundesweiten unbefristeten Dauerstreiks der Ärzte an den VKA-Kliniken werden. Die Ärzte wollen einen eigenständigen, vom Marburger Bund ausgehandelten Tarifvertrag, kein Tarifdiktat der Arbeitgeberseite!
Der Marburger Bund warnte ver.di nachdrücklich davor, sich als Billigmacher der Gewerkschaftsgeschichte zu profilieren. Nachdem ver.di bereits im Tarifkonflikt mit den Universitätskliniken diese Rolle übernommen hat, lässt sie sich jetzt offenbar zum zweiten Mal von Arbeitgebern instrumentalisieren. Dabei hat sie keine Legitimation für Ärzte zu verhandeln, da sie Ärzte nur in verschwindend kleiner Zahl organisiert. Nachdem die Streiks von ver.di in den letzten Monaten allesamt ein horrender Misserfolg waren, muss sie jetzt offensichtlich nach jedem Strohhalm greifen, den ihr die Arbeitgeber hinhalten., sagte Gewerkschaftschef Montgomery.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Athanasios Drougias, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 7468460, Telefax: (030) 74684616
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