Tarifkonflikt beim Deutschen Roten Kreuz jetzt in der Schlichtung
(Berlin) - Im Tarifkonflikt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) hat der Arbeitgeber die Schlichtung angerufen. Als Schlichter für die Arbeitgeberseite wurde Hans-Friedrich Eisemann, ehemaliger Präsident des Landesarbeitsgerichts Brandenburg, benannt. Die Arbeitnehmer haben den Arbeitsrechtler Detlef Hensche als Schlichter berufen. Die Stimmberechtigung wird per Los ermittelt.
Die Schlichtungskommission besteht aus je sechs Vertretern des DRK und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sowie den beiden Schlichtern. Die erste Sitzung ist für den 15. April 2008 anberaumt. Eine Einigungsempfehlung muss bis zum 24. April den Tarifvertragsparteien zugestellt werden, die dann am 30. April über die Annahme des Schlichterspruchs entscheiden. Im Falle einer Ablehnung sieht die Schlichtung eine zweite Runde mit verkleinerten Kommissionen und Fristen bis Mitte Mai vor. Während der Schlichtung herrscht Friedenspflicht. Das gesamte Verfahren ist nicht öffentlich.
ver.di hatte für die 30.000 Beschäftigten des DRK 9,6 Prozent mehr Gehalt gefordert. Das DRK hatte kein Angebot vorgelegt, sondern lediglich längere Arbeitszeiten und eine Kürzung der Jahressonderzahlung angedroht.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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