Pressemitteilung | ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft
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Tarifpolitik bei der Lufthansa: Tarifautonomie beinhaltet bereits gegenseitige Spielregeln

(Berlin) - Aus Sicht der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) sind keine zusätzlichen Spielregeln zwischen den Tarifvertragsparteien bei der Deutschen Lufthansa erforderlich. Daher werde die Gewerkschaft bei dem von der Lufthansa initiierten Gespräch am Donnerstag, dem 27.November 2008 ganz deutlich machen, dass es keinen Handlungsbedarf gebe. Die geltenden Prinzipien, wie zum Beispiel die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit, die Gegnerfreiheit und das Ultimaratio-Prinzip im Arbeitskampf, bildeten eine ausreichende Grundlage für die Zusammenarbeit der Tarifvertragsparteien gerade auch zur Austragung von Konflikten.

Für die von der Lufthansa beklagte Gewerkschaftspluralität sei ver.di der falsche Adressat, machte Erhard Ott vom ver.di Bundesvorstand deutlich. ver.di vertrete alle Beschäftigten im Konzern und beschränke sich nicht auf bestimmte Berufsgruppen oder Einzelinteressen. Die bestehenden Flächentarifverträge ließen ausreichend Spielraum für die Berücksichtigung von spezifischen Interessenslagen und stellten einen Garanten für die Solidarität aller Beschäftigten dar.

Ott, der Verhandlungsführer von ver.di für den Lufthansakonzern ist, wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es häufig die Arbeitgeber gewesen seien, die die berufsständischen Gruppierungen erst hoffähig gemacht hätten. In bestimmten Konzernen seien diese sogar gezielt materiell unterstützt und gegen die DGB-Gewerkschaften in Konkurrenz gebracht worden.

Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand Harald Reutter, Pressesprecher Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956

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