"Tarifpolitische Vernunft setzt sich durch" / Klares Ergebnis schafft Sicherheit für 180 000 Post-Beschäftigte
(Berlin) - Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich mit der Deutschen Post AG auf einen weit gehenden Ausschluss von Fremdvergabe in der Brief- und Paketzustellung bis zum 31.12.2011 geeinigt. "Die tarifpolitische Vernunft hat sich durchgesetzt: Es wird keinen Eingriff in laufende Tarifverträge geben", machte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis deutlich. Man habe ein "klares Ergebnis" erzielt, das den Beschäftigten Perspektiven und Sicherheit für die kommenden zwei Jahre eröffne. "Dieses Ergebnis ist maßgeblich auf die Geschlossenheit der Beschäftigten zurück zu führen, die ihrem Arbeitgeber ganz deutliche Grenzen gesetzt haben."
Das Ergebnis sieht vor, dass es in den kommenden zwei Jahren auch weiterhin keine Fremdvergabe in der Briefzustellung geben wird. Die Anzahl der so genannten Pilotbezirke in der Paketzustellung, in denen eine Fremdvergabe möglich ist, steigt von 880 auf 990. Auch die anderen ver.di-Forderungen konnten durchgesetzt werden. So wird der Rationalisierungsschutz für die rund 180.000 Post-Beschäftigten auf das Verbot von Ände-rungskündigungen ausgeweitet und der entsprechende Rationalisierungsschutztarifvertrag wieder in Kraft gesetzt. Die tariflichen Regelungen zur Arbeitszeit und zum Entgelt werden bis zum 31.12.2011 verlängert und die bereits ausgehandelte Lohnerhöhung in Höhe von drei Prozent zum 1. Dezember 2009 ausgezahlt. In 2011 gibt es eine Einmalzahlung in Höhe von 320 Euro.
Auch der Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen wird um sechs Monate bis Ende 2011 verlängert.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, Bundesvorstand
Pressestelle
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Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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