Tarifsozialplan bei der Sparkassen-Informatik durchgesetzt
(Berlin) - Nach 19-wöchigen Streiks bei der Sparkassen-Informatik an den Standorten Karlsruhe, Mainz, Duisburg und Köln haben sich die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Arbeitgeber auf den ersten Tarifsozialplan im Dienstleistungsgewerbe geeinigt.
Nachdem die ver.di-Tarifkommission dem Ergebnis bereits zugestimmt hatte, ergab die Mitgliederbefragung in der Sparkassen-Informatik am gestrigen Abend eine Zustimmung von 91,5 Prozent.
"Die langen Streiks haben sich gelohnt, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Uwe Foullong. Die Beschäftigten haben damit den ersten Tarifsozialplan erkämpft, der über klassische betriebliche Sozialpläne hinausgehend konkret Arbeitsplätze rettet."
Bedauerlich sei, dass die vier Standorte nicht erhalten werden konnten. Durch den Tarifsozialplan wurden jedoch von den ursprünglich geplanten 1.200 zu streichenden Stellen insgesamt gut 700 Beschäftigungsverhältnisse im Unternehmen gesichert. Diese Sicherung erfolge beispielsweise durch die Einrichtung von Telearbeitsplätzen, eine 4-Tage-Woche mit Teillohnausgleich oder Alternativarbeitsplätze.
Zusätzlich enthalte der Tarifsozialplan mit Umzugs- und Fahrkostenerstattungen sehr gute Mobilitätsregelungen.
Dieses Ergebnis sei im anhaltenden Strukturwandel beispielgebend, erklärte Foullong. Insbesondere im Sparkassensektor werde dieser Tarifsozialplan bei den weitergehenden Umstrukturierungen, auch im IT-Bereich, als Vorbild fungieren.
Quelle und Kontaktadresse:
ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V., Bundesvorstand
Harald Reutter, Pressesprecher
Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin
Telefon: (030) 69560, Telefax: (030) 69563956
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