Tarifverhandlungen für Ärzte an kommunalen Krankenhäusern starten am 14. Januar
(Berlin) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände beginnen die Tarifverhandlungen für die rund 55 000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern am 14. Januar in Düsseldorf. Der MB fordert für die Ärzte eine differenzierte Einkommenssteigerung von im Durchschnitt 10,19 Prozent sowie eine sofortige Anhebung der Ostgehälter auf Westniveau. Wir wünschen uns faire, konstruktive und zügige Verhandlungen im Sinne sowohl der Ärzte als auch der Kliniken und reichen den Arbeitgebern die Hand dazu, erklärte der 1. Vorsitzende des MB, Rudolf Henke. Ziel der Tarifrunde sei es, die kommunalen Krankenhäuser durch einen neuen Schritt zu leistungsgerechten und international konkurrenzfähigen Gehältern als Arbeitsplatz für Ärzte attraktiver zu machen.
Andere Klinikträger hätten diese Notwendigkeit bereits erkannt und mit dem Marburger Bund entsprechende Vereinbarungen abgeschlossen. Henke: Die kommunalen Arbeitgeber müssen ein ureigenes Interesse an besseren Ärztegehältern haben, weil sie sonst in Zeiten eines sich verschärfenden Ärztemangels sehenden Auges auf Leistungskraft und Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kliniken verzichten. Nach Angaben des MB müssen Stelleninserate immer häufiger wiederholt werden, und Tausende von ärztlichen Stellen seien aufgrund ungenügender Bezahlung und schlechter Arbeitsbedingungen längerfristig unbesetzt. Im Ausland seien die Verdienstmöglichkeiten für deutsche Ärzte nach wie vor deutlich besser. So würde ein deutscher Facharzt in den Niederlanden bis zu 37 Prozent, in Großbritannien 50 Prozent und in den USA gar 70 Prozent mehr verdienen.
Von den Arbeitgebern erwartet der MB-Vorsitzende zügige Tarifverhandlungen mit einem akzeptablen Abschluss für beide Seiten. Ärzte-Streiks schließt er nicht aus, wenn die Arbeitgeber unnötige Streitereien provozieren sollten. Die Ärzte sind bestens motiviert und organisiert, um für ihre berechtigen Anliegen zu kämpfen, so Henke, "aber als den Normalfall betrachten wir eine Lösung am Verhandlungstisch."
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Pressestelle
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen

