Pressemitteilung | Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
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Tarifverhandlungen für Berlins Charitéärzte weiterhin ohne Durchbruch

(Berlin) - Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vorstand des Berliner Universitätsklinikums Charité haben die dritte Runde der Tarifverhandlungen am Montagabend (26. Februar 2007) ergebnislos unterbrochen. Der MB warf dem Charité-Vorstand vor, insbesondere bei den Gehältern für die 2200 Ärztinnen und Ärzte immer noch kein konstruktives Angebot vorgelegt zu haben. "Außer viel Dampfgetöse hat die Charité bisher wenig angeboten", erklärte der Verhandlungsführer des Marburger Bundes, Lutz Hammerschlag.

Um ein Scheitern der Verhandlungen zu vermeiden, einigte man sich auf den Einsatz einer Arbeitsgruppe, die bis zur nächsten Verhandlungsrunde Ende März Kompromissvorschläge vorlegen soll. Hammerschlag bezeichnete die Einigungschancen als schwierig, aber nicht unmöglich. Die bisherigen Vergütungsvorstellungen des Charité-Vorstandes blieben weit hinter dem bundesweiten Tarifabschluss des Marburger Bundes mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zurück. Im November 2006 trat der erste arztspezifische Tarifvertrag für die Universitätsärzte in Kraft. Berlin blieb außen vor, da das Land nicht dem Länderarbeitgeberverband TdL angehört. Eine Klausel in dem im April 2006 abgeschlossenen Berliner Vorschalt-Tarifvertrag sieht die Angleichung an den bundesweiten TdL-Abschluss vor.

"Wir können und werden nicht zulassen, dass die Ärztinnen und Ärzte nach den Kürzungsorgien der vergangenen Jahre erneut zu Verlierern werden", so Hammerschlag. Der Unmut der Mediziner über die ergebnislosen Verhandlungen wachse von Tag zu Tag. "Dem Charité-Vorstand muss klar sein, dass unsere Geduld begrenzt ist. Dass die Mediziner ihre Forderungen nach anständigen Arbeitsbedingungen effektiv vertreten können, haben sie beim ersten Berliner Ärzte-Streik im November 2005 eindrucksvoll bewiesen", sagte Hammerschlag. Es liege nun an der Charité, die Situation nicht eskalieren zu lassen und bei der nächsten Verhandlungsrunde ein diskussionswürdiges Angebot vorzulegen.

Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband Athanasios Drougias, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16

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