Tarifverhandlungen mit Berufsgenossenschaftlichen Kliniken vor dem Aus
(Berlin) - Auch ein letzter Kompromissversuch des Marburger Bundes (MB) hat kein Umdenken bei den Arbeitgebern bewirkt: Die Verhandlungskommission des Marburger Bundes wird deshalb der Kleinen Tarifkommission empfehlen, die Tarifverhandlungen mit der Vereinigung Berufsgenossenschaftlicher Kliniken (VBGK) für gescheitert zu erklären. "Die Hardliner-Fraktion der Arbeitgeber hat jeden Versuch einer Einigung torpediert. Für die Eskalation des Tarifkonflikts tragen die Verhandlungsführer der VBGK deshalb auch die alleinige Verantwortung. Der jetzt anstehende Arbeitskampf wäre vermeidbar gewesen, es hat aber am guten Willen der Gegenseite gefehlt", sagte Lutz Hammerschlag, Verhandlungsführer des MB.
Bereits im September dieses Jahres hatten Arbeitgeber und Vertreter des Marburger Bundes Einigkeit über eine lineare Entgeltanpassung von 4,0 Prozent in diesem und weiteren 2,4 Prozent im nächsten Jahr erzielt. An diese Einigung wollten sich die Vertreter der tarifgebundenen BG-Kliniken später jedoch nicht mehr erinnern. Seitdem versucht die VBGK - in bisher ungekannter Art und Weise - ihre eigenen Zahlen immer weiter nach unten zu verhandeln. "Die VBGK hat uns mit einer Mogelpackung nach der anderen traktiert. Damit ist jetzt Schluss", so Hammerschlag.
Quelle und Kontaktadresse:
Marburger Bund - Verband der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte Deutschlands e.V. - Bundesverband
Hans-Jörg Freese, Leiter, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhardtstr. 36, 10117 Berlin
Telefon: (030) 746846-0, Telefax: (030) 746846-16
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